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10.01.2001

10:26 Uhr

Als vorläufiger Nachfolger von Hodac ist Ladislav Paluska im Gespräch.

Umstrittene Leitung von Prager Fernsehen stellt eigene Sendung ein

In der tschechischen Fernsehkrise haben die Kritiker des umstrittenen Intendanten Jiri Hodac einen wichtigen Teilerfolg errungen.

dpa PRAG. Die Hodac-treue Führung des öffentlich-rechtlichen Senders CT stellte die Ausstrahlung eigener Sendungen "aus technischen Gründen" ein. Damit war am Mittwoch erstmals auf beiden CT-Kanälen das Programm der etwa 30 streikenden CT-Redakteure zu sehen, die seit Wochen ein Studio besetzt halten.

Die neue Senderleitung betonte am Morgen jedoch erneut, nicht zurücktreten zu wollen. Mit der Krise wird sich am Freitag das Parlament befassen. Die Hodac-treue Nachrichtenchefin Jana Bobosikova kündigte für diesen Mittwoch erste Gespräche mit den Streikenden an. Sie bestehe aber auf den ausgesprochenen Kündigungen, sagte Bobosikova am Morgen im Rundfunk. Sie hatte in den vergangenen Wochen lediglich aus gemieteten Räumen ein mangelhaftes Ersatzprogramm ausstrahlen können.

Mehrere Mitglieder des Fernsehrates, der eine Abwahl von Hodac verweigert, kündigten am Mittwoch ihren Rücktritt an. Das Gremium wird vermutlich am Freitag vom Parlament abgesetzt. Damit soll die Grundlage für die Abwahl von Hodac gelegt werden, dem Managementfehler und parteipolitische Gebundenheit vorgeworfen werden. Als vorläufiger Nachfolger ist der frühere Finanzchef Ladislav Paluska im Gespräch.

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