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25.03.2003

14:12 Uhr

Alternativen zur Rohstahlerzeugung gesucht

Salzgitter kooperiert mit Stahlriesen Posco

Der Stahl- und Röhrenkonzern Salzgitter hat eine Technologie-Kooperation mit dem weltweit zweitgrößten Stahlkonzern Posco aus Südkorea geschlossen.

Reuters SALZGITTER. Ziel sei die gemeinsame Entwicklung und Weiterverarbeitung von Stahl für den Automobilbau, teilte Salzgitter am Dienstag mit. Der Vertrag sei auf vier Jahre angelegt und könne verlängert werden. Die beiden Unternehmen versprächen sich schnellere Entwicklungszeiten und Kostenersparnisse. Die international operierenden Automobilhersteller erwarteten zudem eine gleichbleibende Qualität auch über nationale Grenzen hinweg.

Salzgitter und Posco folgen mit ihrer Kooperation einem ähnlichen Zusammenschluss des deutschen Marktführers ThyssenKrupp Steel AG mit den japanischen Stahlherstellern Kawasaki Steel und NKK. Diese drei vereinbarten im vorigen August ebenfalls, weltweit gemeinsam Forschung und Entwicklung vor allem für Produkte für die Autoindustrie betreiben. Die beiden japanischen Unternehmen sind inzwischen unter dem Dach der Holding JFE fusioniert.

Salzgitter sucht Alternativen zur Rohstahlerzeugung

Die Salzgitter AG - in Deutschland Nummer zwei der Stahlbranche - hat die Entwicklung von Stahlerzeugnissen für die Automobilbranche in den vergangenen Jahren bereits vorangetrieben. Insbesondere in der Weiterverarbeitung von Stahlerzeugnissen sieht der Konzern erhebliches Wachstumspotenzial und eine notwendige Ergänzung zu der klassischen Rohstahlproduktion.

Infolge roter Zahlen in seiner Stahlsparte hatte Salzgitter im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch erlitten. Trotz eines leichten Umsatzanstiegs büßte der Konzern 2002 mehr als die Hälfte seines Reingewinns ein. Das Ergebnis nach Steuern sank um mehr als die Hälfte auf 65,9 Millionen Euro.

Der Kurs der im MDax der mittleren Werte notierten Salzgitter-Aktie verlor am Vormittag in einem schwächeren Gesamtmarkt 0,7 Prozent auf 7,10 Euro. Die Salzgitter AG befindet sich zu gut 25 Prozent im Besitz des Landes Niedersachsen. Weiterer größerer Aktionär ist seit der Herauslösung des Unternehmens aus dem früheren Preussag-Konzern die Norddeutsche Landesbank.

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