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13.07.2000

13:39 Uhr

HB DÜSSELDORF. Mit dem alternativen Betriebssystem Linux wollen immer mehr deutsche IT-Unternehmen ins Geschäft kommen. Bislang wurde Linux, das als mittlerweile ernst zu nehmende Konkurrenz vor allem zu den Betriebssystemen von Microsoft (Windows) gilt, als ein Produkt angesehen, für das es zu wenig Anwendungssoftware gibt. Das Ergebnis einer Anbieterbefragung von 599 IT-Firmen, die die Nomina GmbH, München, in den vergangenen Monaten durchgeführt hat, belegt inzwischen aber, dass bereits etwa die Hälfte systemspezifische Beratung und Unterstützung bzw. Programmierung oder Systemintegration für Linux-Anwender anbietet.

Die von Nomina gepflegte Isis Software-Datenbank bestätigt diesen Trend: In den vergangenen zwölf Monaten hat sich die Zahl der Linux-Programme um 60,4 % auf 1 152 erhöht. Dieses Wachstum, darauf weist Nomina ausdrücklich hin, wurde vor allem durch Branchen-Lösungen getrieben, die um 80,2 % zugenommen haben. Für den kommerziellen Linux- Markt sehen die Anbieterfirmen das größte Wachstum im Bereich von Server-Anwendungen. Ein besonders großes Geschäftspotenzial wird im Bereich Electronic Business erwartet.

Da die Anbieter die weitere Entwicklung des Linux-Marktes insgesamt sehr positiv sehen, könnte das Betriebssystem tatsächlich eine ausreichende Akzeptanz finden. Während im Jahr 1999 mehr als die Hälfte der Firmen ihren Linux-Umsatzanteil noch mit weniger als einem Zehntel ansetzte, wird der Prozentsatz der Firmen, die mindestens ein Drittel ihres Umsatz mit Linux-Produkten erzielten, von 17,2 % (1999) auf 42,7 % im Jahr 2001 zunehmen.

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