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09.01.2003

07:10 Uhr

Alu-Riese macht Verluste

Alcoa will 8 000 Stellen streichen

Der weltgrößte Aluminiumhersteller, der US-Konzern Alcoa, hat im vierten Quartal 2002 zum ersten Mal seit zehn Jahren rote Zahlen geschrieben. Hohe Rückstellungen für den 2003 geplanten Abbau von rund 8000 Jobs an 70 Standorten weltweit sowie Buchverluste aus dem Verkauf von Unternehmensteilen mündeten in einen Quartalsverlust von 223 Mill. US- $.

tom DÜSSELDORF. Im Geschäftsjahr 2002, das am 31. 12. endete, hat Alcoa einen Gewinn von 420 Mill. $. erwirtschaftet. Der Umsatz sank gegenüber 2001 von 22,5 Mrd. auf 20,26 Mrd. $.

Die vergangenen zwölf Monate waren für Alcoa und seine 127 000 Beschäftigen schwierig: Der Aluminiumpreis verharrte auf niedrigem Niveau, vor allem weil sich China vom Netto-Importeur zum Netto-Exporteur aufgeschwungen hat. Auch die Konkurrenz im Nahen Osten oder die kanadische Alcan haben die Produktion ausgebaut, so dass der Markt unter Überkapazitäten leidet. Das schlechte Jahr macht sich auch beim Aktienkurs bemerkbar, in 2002 verloren die Alcoa-Papiere mehr als ein Drittel ihres Wertes, allein gestern mehr als 7 %.

Dazu kamen hausgemachte Probleme mit der Energieversorgung in einer Produktionsanlage, Abschreibungen auf offene Forderungen sowie die laufenden Kosten für den Konzernumbau. Alcoa leidet besonders unter der Schwäche der Flugzeugbauer und der Hersteller von Gasturbinen. Analysten erwarten auch keine Trendwende im laufenden Jahr, da sich die Lage bei Aluminium-Abnehmern wie Boeing oder Airbus erst wieder im Jahr 2005 grundlegend bessern werde.

Alcoa-Chef Alain Belda kündigte daher weitere Verkäufe von Unternehmensteilen an, um Schulden abzubauen. Betroffen davon sind die Bereiche Verpackung, Chemie sowie die Automobilzulieferung. Nach Angaben Beldas konnte der Konzern im vergangenen Jahr seine Kosten um rund 600 Mill. US-$ verringern.

Quelle: Handelsblatt

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