Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.01.2001

09:20 Uhr

HB DÜSSELDORF. Klassische Handelskonzerne dürfen sich in den USA als Sieger des Internet-Weihnachtsgeschäftes fühlen. Nach Angaben von Nielsen Netratings sind 11 der 15 meistbesuchten amerikanischen Einkaufsseiten im Netz Ableger altgedienter Händler. Den ersten Platz belegt die Kombination des E-Versenders Amazon und des Spielzeughändlers Toys R Us (123 Millionen Besuche), gefolgt mit deutlichem Abstand vom reinen Web-Unternehmen E-Toys (21,1 Millionen) und dem Computerhersteller Dell (21 Millionen). Allerdings sollte sich Amazon-Chef Jeff Bezos (Netzwert vom 2.10.00) nicht zu euphorisch freuen: Rund ein Drittel der Weihnachtskunden kamen aus den Reihen des Kooperationspartners Toys R Us. Die Auswertung von Nielsen ergab sogar für die Woche bis zum 17. Dezember, dass die Amazon-Klickzahlen ohne den Spielzeughändler auf dem Niveau des Vorjahres geblieben wären. Trotzdem rühmt sich Bezos, sein Unternehmen immer stärker vom Stammgeschäft Bücher und CD unabhängig zu machen: So seien drei der zehn meistverkauften Produkte in diesem Jahr Gartengrills gewesen, für die Ex-Boxer George Foreman seinen Namen hergab. Allerdings wurde der Wechsel ins Haushaltswaren- und Elektronikgeschäft teuer erkauft: Offensichtlich versuchte Amazon seinen Käufern diese Produkte mit saftigen Preisnachlässen schmackhaft zu machen. Das zumindest stellten die Analysten von Chase H&Q in einem Praxistest fest.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×