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02.01.2007

11:37 Uhr

Amerikanische Umfrage

Wie Chefs die Büroatmosphäre vergiften

Chefs, die ihre Zusagen nicht einhalten, machen zufolge amerikanischen Arbeitnehmern heftig zu schaffen. In einer Umfrage haben 40 Prozent der Befragten die Wortbrüchigkeit ihres Chefs beklagt. Doch damit schaden die Manager vor allem sich selbst und dem Unternehmen.

HB TALLAHASSEE. Wortbruch, unfaire Nachrede und Eindringen in die Privatsphäre sind häufige Kritikpunkte an Chefs in den USA: In einer Umfrage der Florida State University unter mehr als 700 Mitarbeitern aus verschiedenen Branchen beklagten nahezu 40 Prozent, ihr Vorgesetzter habe Zusagen nicht gehalten. Die Untersuchung soll in der Frühjahrsausgabe der Zeitschrift „The Leadership Quarterly“, die sich vor allem an Führungskräfte richtet, veröffentlicht werden.

31 Prozent gaben an, von ihrem Chef im vergangenen Jahr geschnitten worden zu sein. Mehr als ein Viertel berichteten, Führungskräfte hätten zu Kollegen oder Managern schlecht über sie gesprochen. 24 Prozent der Befragten beklagten ein Eindringen in ihre Privatsphäre, und fast ebenso viele gaben an, ihr Vorgesetzter habe andere kritisiert, um von eigenen Fehlern abzulenken.

Dadurch werde die Arbeitsatmosphäre spürbar belastet, heißt es in der Studie, Motivation und Produktivität gingen zurück. „Sie sagen, dass Angestellte nicht ihrem Job oder ihrer Firma den Rücken kehren, sondern ihrem Chef“, erklärte Wayne Hochwarter, Mitautor der Studie.

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