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11.07.2000

10:00 Uhr

dpa MOSKAU. Der Medienkonzern Media-Most des Kreml-kritischen Unternehmers Wladimir Gussinski ist am Dienstag weiter unter Druck der russischen Behörden geraten. Polizeibeamte durchsuchten am Morgen die Zentrale des Konzerns und beschlagnahmten nach Berichten des Rundfunks "Unmengen von Dokumenten". Gussinskis Anwalt Pawel Astachow erklärte der Agentur Interfax, dass sich neben Vertretern der Generalstaatsanwaltschaft auch Angehörige des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB an der Durchsuchung beteiligt hätten.

Ein Vertreter der Justizbehörden sagte nach Angaben von Interfax, die Aktion sei im Rahmen der strafrechtlichen Ermittlungen gegen Gussinski wegen des Vorwurfs der Unterschlagung von Staatsgeldern angeordnet worden. Gussinski war im vergangenen Monat vorübergehend in Untersuchungshaft genommen worden. Ihm wird vorgeworfen, mit dem Leiter des Unternehmens "Russkoje Video" den russischen Staat um mehr als 20 Mill. DM betrogen zu haben.

Die vorübergehende Inhaftierung sowie eine vorangegangene Durchsuchung bei der finanziell angeschlagenen Media-Most waren international als Schlag der russischen Behörden gegen die Pressefreiheit kritisiert worden.

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