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15.01.2001

19:55 Uhr

dpa-afx FRANKFURT. Die Bankgesellschaft Berlin hat die Aktien des Versorgersektors auf "neutral" zurückgestuft. Mit dem beginnenden Zinssenkungszyklus verlierten defensive Werte an Attraktivität, begründet Analystin Gerlinde Gollasch in einer am Montag vorgelegten Studie ihre Einschätzung. Auf Grund der seit März 2000 andauernden überdurchschnittlichen Entwicklung im Vergleich zum Gesamtmarkt seien diese Werte relativ teuer geworden. "Das Interesse des Marktes sollte neben konsumorientierten Werten verstärkt wieder Wachstumsbranchen wie Telekommunikation, aber auch ausgewählten zyklischen Werten gelten", erklärt die Expertin.

Durch die Abstufung des Versorgersektors ändern sich auch die Ratings für die Einzelaktien. "Bei einer neutralen Sektoreinstufung führt die relative Einschätzung von E.ON als sector outperformer zu 'akkumulieren'", schreibt Gollasch. RWE als sector underperformer erhalte als absolute Empfehlung "reduzieren". "Insbesondere diese beiden Versorgerwerte konnten im Jahr 2000 die starken Bewertungsabschläge der Vorjahre größtenteils aufholen", so Gollasch.

Allerdings sei zum jetzigen Zeitpunkt kein klares Bild von einem fundamentalen konsistenten Wert zu zeichnen. "Die quantitative Bewertung beider Aktien krankt an einer verlässlichen Unternehmensdatenbasis", kritisiert die Expertin. Die noch vor ihrem Höhepunkt stehende und längst nicht abgeschlossene Fusionen-Welle der Branche führe zu einem permanenten Korrekturbedarf bei der Einschätzung der Aktien.

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