Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.08.2000

16:06 Uhr

Analyse

Biotech boomt woanders

Goldman Sachs rät kurzfristig orientierten Anlegern von deutschen Biotechtiteln ab. Anleger sollten britische Werte vorziehen.

sok DÜSSELDORF. Der deutsche Biotechnologiesektor litt in den vergangenen vier Wochen, teilweise bedingt durch die allgemeinen Einschätzungen bezüglich des Neuen Marktes, an einem "großen Schluckauf".

Obwohl einige Neuemissionen, allen voran etwa GPC Biotech oder Medigene , außerordentlich erfolgreich waren, wirft die Performance der letzten Wochen doch die Frage auf, ob die deutschen Biotech-Aktien auf Dauer mit den internationalen Werten mithalten können, schreiben die Aktienexperten des US-Brokers Goldman Sachs in einer neuen Analyse.

Stephen Mc Garry, Analyst bei Goldman Sachs, riet im Gespräch mit handelsblatt.com kurzfristig orientierten Anlegern von deutschen Biotechnologiewerten ab. Deutschland habe ohne Zweifel erhebliches Aufholpotenzial in der boomenden Branche, aber wann und ob die deutschen Werte es schafften, im internationalen Wettbewerb dauerhaft mitzumischen, bleibt seiner Meinung nach sehr fraglich.

Wer die Entwicklungen auf dem Biotechnologiemarkt nicht verpassen möchte, dem empfiehlt das Investmenthaus nach wie vor internationale Standardwerte wie beispielsweise Qiagen . Der US-amerikanische Markt profitiere von den günstigeren Ausgangsbedingungen auf dem Biotech-Sektor, und bleibe globaler Spitzenreiter. Innerhalb Europas sollten Anleger britische Werten vorziehen.

Wen das deutsche Aufholpotenzial dennoch mehr reizt als schreckt, der dürfte mit den deutschen Marktführern am besten fahren. Mc Garry betont jedoch, dass "ausländische Biotech-Werte den deutschen auch weiterhin den Rang ablaufen könnten".



Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×