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12.02.2001

12:25 Uhr

ANALYSE

LB Baden-Württemberg erwartet weiter schwache Nasdaq

Ein Analyst sagte, die Börse reagiere nach wie vor negativ auf die enttäuschenden Quartalszahlen wichtiger Unternehmen aus dem Technologiesektor.

dpa-afx STUTTGART. Die Landesbank Baden-Württemberg geht davon aus, dass die Schwäche der US-Technologiebörse Nasdaq noch bis ins zweite Quartal 2001 hinein anhalten wird. In einem Gespräch sagte Analyst Karl Strohmeier, die Börse reagiere nach wie vor negativ auf die enttäuschenden Quartalszahlen wichtiger Unternehmen aus dem Technologiesektor. Und dieser Trend sei offensichtlich noch nicht gebrochen.

Analyst Strohmeier erwartet daher, dass die Unternehmensgewinne im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter ungünstig aussehen werden. Hierbei gebe es in den einzelnen Technologiebranchen kaum Ausnahmen. Das gelte für die Aktien der PC-Hersteller, Halbleiterhersteller, Netzwerkausrüster und die Telekomunternehmen mit deren Zulieferanten. Für Strohmeier gebe es derzeit keinen Anlass, "Aktien aus diesen Branchen nach oben zu stufen".

Anleger von Unternehmenszahlen enttäuscht

Bei den Anlegern sei das Enttäuschungspotenzial im Hinblick auf die Unternehmensgewinne "immer noch sehr hoch", sagte der Marktbeobachter. Die Zahlen von Cisco Systems und Nokia hätten deutlich unter den Erwartungen gelegen. Von einzelnen Experten sei im Hinblick auf die Intel-Zahlen die Meinung vertreten worden, die Börse schaue über die laufende Quartalsschwäche hinaus und orientiere sich wieder stärker an den verbesserten mittelfristigen Prognosen der Unternehmen. Doch das habe sich als falsch herausgestellt.

Im Zuge der sich abschwächenden US-Konjunktur seien die Auftragseingänge der Technologieunternehmen nach Angaben des Fachmannes deutlich zurückgegangen. Hier habe es im dritten Quartal 2000 noch Zuwächse von teilweise 30 Prozent beim Auftragseingang gegeben. Mittlerweile würden die allerdings gegen Null tendieren.

Die Hoffnung der Börse beruhe darauf, dass im zweiten Halbjahr, vor allem aber im vierten Quartal, die Zahlen wieder besser werden. Es gebe jetzt schon Aussagen von Intel und Motorola, "dass sich die Situation Ende des Jahres wieder aufhellen wird", sagte Strohmeier. Aber das sei im Moment mehr Hoffnung als Realität. Aber die Börse mache sich diese Aussagen zu eigen, und setze darauf, dass ab dem vierten Quartal wieder eine "relative Besserung" eintreten werde.

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