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03.07.2000

18:31 Uhr

dpa-AFX KÖLN. Die Privatbank Sal. Oppenheim hat die Aktien des Filmlizenzhändlers Splendid Medien von "Akkumulieren" auf "Kaufen" heraufgestuft. Grund sei der Abschluss wertvoller Produktionsverträge durch Splendid, die eine Anhebung der Gewinn- und Umsatzprognose erfordere, schreibt der Sal. Oppenheim-Analyst Christian Tilmann in einer am Montag veröffentlichen Kurzstudie. Gemessen am Verhältnis zwischen der Marktkapitalisierung und dem neugeschätzten Bruttogewinn handele die Splendid-Aktie mit einem Abschlag von 50 % gegenüber vergleichbaren Firmen, woraus sich ein Kursziel von 60 Euro ableiten lasse.

Die gemeinsam von Splendid Medien und der US Initial Entertainment Group-Tochter produzierten oder koproduzierten Filme erfreuen sich laut Tilman einer Starbesetzung mit Darstellern wie beispielsweise Michael Douglas, Leonardo DiCapri, oder Catherine Zeta-Jones. Splendid halte für alle Filme sämtliche Verwertungsrechte außerhalb der USA. Für die zwei Hauptproduktionen "Gangs of New York" und "Traffic" habe Splendid bereits den eigenen Produktionskostenanteil zu 95 % und 75 % durch Vorverkäufe finanziert. Dadurch reduzierten sich die finanziellen Risiken durch einen Flop der Filme, während sich Splendid alle Chancen aus einem etwaigen Kassenerfolg offen halte.

Aufgrund dieser Entwicklung hebt Tilman seine Umsatzschätzung für das Jahr 2001 von 102,2 Mill. auf 287,7 Mill. DM an. Für 2002 erwartet Tilman bei Splendid einen Umsatz von 372,5 Mill. DM, nach ursprünglich 130,8 Mill. DM. Aufgrund höherer Betriebskosten und der schnelleren Abschreibung von Filmarchiven senkt der Analyst seine Gewinnprognose je Aktie für 2000 von 67 Cent auf 65 Cent, hebt sie aber für 2001 von 0,84 auf 1,42 Euro und für 2002 von 1,04 auf 2,47 Euro an.

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