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07.08.2000

13:12 Uhr

Analysten hatten 2,2 Mrd. Euro erwartet

Kaufpreis für Veba Electronics realistisch

Branchenanalysten hatten 2,2 Mrd. Euro für den Verkauf der Eon-Elektroniksparte kalkuliert.

vwd DÜSSELDORF. Der von der EonN AG, Düsseldorf, für ihre Elektroniksparte erzielte Kaufpreis von 2,6 Mrd Euro wird von Branchenanalysten insgesamt als realistisch eingeschätzt. "Wir hatten 2,2 Mrd Euro kalkuliert, waren bei dieser Schätzung aber konservativ", sagte Frank Rothauge, Analyst bei Sal. Oppenheim, am Montag zu vwd. Der Ansicht ist auch Jörg Natrop von der WGZ Bank: Der Preis stelle keine Überraschung dar, da er im Rahmen der Unternehmensstrategie liege. Überrascht von der Summe zeigte sich lediglich Klaus Repkes von der WestLB. "Die Summe scheint mir doch ziemlich hoch. Wenn das so stimmt, wurde ein guter Preis erzielt."

Bezüglich des Zeitplans für die weiteren von Eon angekündigten Unternehmensverkäufe gehen die Meinungen der von vwd befragten Analysten jedoch auseinander. Repkes zufolge wird Eon den Zeitplan voraussichtlich einhalten und nicht auf die von der Bundesregierung für 2002 angekündigte Steuerreform warten, um geplante Desinvestitionen abzuschließen. Bei dem Verkauf des 49-Prozent-Anteils an dem Energieunternehmen Bewag, den die aus der Fusion von Veba und Viag hervorgegangene Eon als kartellrechtliche Auflage veräußern muss, werde der Erlös durch die Strommarkt-Liberalisierung bei längerer Wartezeit eher sinken, meinte der Analyst.

Rothauge vertrat dagegen die Meinung, die Aussicht auf steuerrechtliche Vergünstigungen ab 2002 könnte dazu führen, dass Eon einige geplante Verkäufe aufschieben werde. Bei der Bewag könnte sich das Unternehmen auf Grund der kartellrechtlichen Bestimmungen jedoch keine Verzögerungen leisten, fügte der Experte hinzu.

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