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28.01.2003

10:36 Uhr

Analysten rechneten mit höherem Wert

Geldmenge wächst etwas langsamer

Das Wachstum der Geldmenge M3 hat in der Euro-Zone im Dezember etwas nachgelassen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat habe die Geldmenge M3 um bereinigt 6,8 % nach 7,1 % im November zugenommen, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag in Frankfurt mit.

Reuters FRANKFURT. Der gleitende Dreimonatsdurchschnitt (Oktober bis Dezember) betrug 6,9 nach 7,1 % und lag damit weiterhin deutlich über dem EZB-Referenzwert von 4,5 %. Von Reuters befragte Volkswirte hatten für beide Werte 7,1 % vorausgesagt.

Die Kreditvergabe in der Euro-Zone nahm im November den EZB-Angaben zufolge um 4,0 nach 3,9 % im Vormonat zu. An den privaten Sektor seien 4,7 (November 4,6) Prozent mehr Kredite vergeben worden als vor einem Jahr.

Starkes Geldmengenwachstum kann zu steigender Inflation führen und ist für die EZB, deren oberstes Ziel ein stabiles Preisniveau ist, normalerweise ein Zeichen für die Notwendigkeit von Zinserhöhungen. Die Geldmenge wächst bereits seit Mitte letzten Jahres übermäßig stark, weil viele Investoren wegen der Kursverluste an den Aktienmärkten ihr Geld in festverzinsliche, in M3 enthaltene Anlagen umgeschichtet haben. Die EZB weist deshalb schon länger darauf hin, dass angesichts des schwachen Wirtschaftswachstums in der Euro-Zone der Liquiditätsüberschuss wahrscheinlich nicht die Inflation beschleunigen wird.

Die EZB richtet ihre Geldpolitik an einer umfassenden Beurteilung der Inflation und am Geldmengenwachstum aus. M3 umfasst nach Definition der Zentralbank Bargeld, Einlagen auf Girokonten bei Banken, Einlagen und Schuldverschreibungen bis zu zwei Jahren, Repogeschäfte, Geldmarktpapiere und-fonds sowie Spareinlagen mit bis zu dreimonatiger Kündigungsfrist.

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