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12.02.2002

20:51 Uhr

Analysten: Renault-Autos sind in "die Jahre gekommen"

Renault hält Reingewinn 2001 knapp

Der französische Autokonzern Renault hat dank eines hohen Beitrags des japanischen Partners Nissan Motor den Reingewinn 2001 mit 1,051 Mrd. nach 1,080 Mrd. Euro im Vorjahr knapp gehalten.

Reuters PARIS. Der operative Gewinn sackte dagegen drastisch auf 0,473 (2,022) Mrd. Euro ab. Dennoch will Renault seine Jahresdividende von 0,92 Euro je Aktie beibehalten.

Der Umsatz sei 2001 um 9,5 % auf 36,35 Mrd. Euro gesunken, teilte Renault weiter mit. Für das laufende Jahr 2002 peilt Renault nach dem am Dienstag in Paris vorgelegten Geschäftsbericht eine Konsolidierung der Umsätze an, wobei die positive Marge im operativen Geschäft gehalten werden soll. Renault lehnte es jedoch ab, weitere Einzelheiten dazu zu nennen, wie die Rentabilitätsziele in den Schlüsselbereichen des Unternehmens erreicht werden sollen. Analysten schlossen indessen nicht aus, dass der Autokonzern 2002 operativ in die Verlustzone geraten könnte. Sie begründeten ihre Annahme mit den in die Jahre gekommenen Renault-Autos. Um seinen Marktanteil von 10,6 % in Westeuropa zu behaupten, habe das Unternehmen bereits Geld für Kaufanreize für seine Fahrzeuge aufwenden müssen.

Zum Gewinn des französischen Konzerns hat 2001 der japanische Partner Nissan einen Beitrag von 497 Mill. Euro geleistet, heißt es in dem Bericht weiter. Renault ist mit 36,8 % an Nissan beteiligt und will seinen Anteil auf 44,4 % ausweiten. Nissan wird im Gegenzug einen Teil des Renault-Kapitals erwerben. Zum Reingewinn beigetrage habe auch der Verkauf der Renault-Nutzfahrzeugsparte RVI an Volvo mit 632 Mill. Euro.

Dagegen kostete die 20-prozentige Beteiligung am schwedischen Lkw-Hersteller Volvo 26 Mill. Euro. Volvo hatte 2001 wegen der Schwäche der Lkw-Märkte mit Verlust abgeschlossen. Kosten von 204 Mill. Euro hätten zudem für die Umstrukturierung des Unternehmens aufgewendet werden müssen. Darüber hinaus belasteten Rückstellungen von 41 Mill. Euro das Ergebnis. Diese habe Renault für seine wichtigen Auslandsmärkte Argentinien und Türkei, die beiden in einer tiefen Rezession stecken, bilden müssen.

In den nächsten Jahren will Renault seine Produktpalette radikal erneuern. "Wir beabsichtigen in den nächsten drei Jahren rund 20 neue Fahrzeugtypen an den Markt zu bringen, davon 15 unter dem Markennamen Renault", sagte Renault-Chef Louis Schweitzer.

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