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16.02.2001

06:00 Uhr

Analysten sind über Ertragsentwicklung im vergangenen Geschäftsjahr enttäuscht

Gauss will trotz Rückschlags 2001 in die Gewinnzone

HANDELSBLATT, 16.2.2001 lip HAMBURG. Die am Neuen Markt notierte Gauss Interprise AG aus Hamburg hält trotz der im abgelaufenen Jahr verfehlten Prognosen an dem für das laufende Jahr anvisierten Ziel der Rückkehr in die Gewinnzone fest. Wie der Anbieter von

HANDELSBLATT, 16.2.2001
lip HAMBURG. Die am Neuen Markt notierte Gauss Interprise AG aus Hamburg hält trotz der im abgelaufenen Jahr verfehlten Prognosen an dem für das laufende Jahr anvisierten Ziel der Rückkehr in die Gewinnzone fest. Wie der Anbieter von Softwareplattformen für Webseiten am Donnerstag mitteilte, soll das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im 4. Quartal 2001 positiv ausfallen. Im vergangenen Jahr war ein Ebitda-Fehlbetrag von 14 bis 15 Mill. Euro verbucht worden. Gauss hatte mit einem Minus im Ebitda von 13 Mill. Euro gerechnet.
Vorstandschef Heino Büchner begründete die Erwartung einer verbesserten Ertragssituation mit zwei Faktoren: Steigende Umsätze und gesenkte Kosten. Der Konzernumsatz werde sich dank des Produktgeschäft in Europa und den USA auf 70 Mill. Euro verdoppeln. Danach soll in Europa der Umsatz auf von 14 bis 15 Mill. Euro auf 30 Mill. Euro und in den USA von 17 auf 20 Mill. Euro klettern. Im Beratungsbereich sollen 18 Mill. Euro umgesetzt werden. Zur Kostensenkung soll in den USA die Mitarbeiterzahl um 20 auf 160 reduziert werden. Zusätzlich will Büchner die Marketingausgaben um 4 auf 8 Mill. Euro senken.
Zahlen zum Ebit (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) sollen am 7. März genannt werden, da hausintern noch die Wahl der Abschreibungsmodalitäten erörtert werde.
Trotz des optimistischen Ausblicks in 2001 erlitt das Unternehmen gestern einen kräftigen Kursdämpfer. Die Notierung brach zeitweise um fast 15 %auf 2,70 Euro ein. Analysten führten dies vor allem auf die schlechte Ertragsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr zurück. Der Rauswurf aus dem Nemax 50 sei hingegen zweitrangig gewesen. "Das Unternehmen hat bei der Umsatz und Ertragsentwicklung in 2000 gegenüber unseren Erwartungen enttäuschend abgeschnitten", sagte Thomas Kessler, Analyst bei der WestLB. Er hatte ursprünglich mit einem Fehlbetrag im Ebitda von 8,8 Mill. Euro gerechnet.

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