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02.04.2003

21:44 Uhr

Analysten skeptisch

Boeing verzeichnet Einbruch bei Auslieferungen

Die verschärfte Krise in der Luftfahrtindustrie hat dem weltgrößten Flugzeughersteller Boeing im ersten Quartal einen Einbruch bei den Auslieferungen beschert. Von Januar bis März wurden 71 Zivilmaschinen an die Kunden geliefert, wie der US-Konzern am Mittwoch mitteilte. Das waren 35 % weniger als im selben Vorjahreszeitraum.

Reuters SEATTLE. Für das Gesamtjahr strebt das Unternehmen 280 Flugzeugauslieferungen an. Analysten halten dies für ein sehr ehrgeiziges Ziel angesichts der drohenden weiteren Insolvenzen von Fluggesellschaften. Im Jahr 2002 hatte der Branchenprimus noch 380, im Jahr davor sogar noch 527 Maschinen ausgeliefert. Boeing hatte mit massiven Stellenstreichungen auf den Geschäftseinbruch reagiert. Den geplanten Abbau von 35 000 Arbeitsplätzen hat der Konzern inzwischen weitgehend abgeschlossen.

Die Luftfahrtbranche befindet sich bereits seit längerem in einer schweren Krise. Vor allem die international tätigen großen Fluglinien leiden unter der schwachen Konjunktur, den Auswirkungen des 11. September 2001 und der verschärften Konkurrenz durch Billigflieger. Seit kurzem belasten zudem der Irak-Krieg und die Ausbreitung der in Asien grassierenden lebensgefährlichen Lungenkrankheit SARS die Geschäfte.

In einem insgesamt positiven Börsenumfeld am Mittwoch notierten Boeing-Aktien im Handelsverlauf an der Wall Street mit 3,6 % im Plus auf 26,59 Dollar und legten damit etwas stärker zu als der Gesamtmarkt.

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