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10.01.2001

15:58 Uhr

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Analysten sorgen für schlechte Stimmung

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

Zur Wochenmitte starten die Indizes in der Verlustzone. Und es gibt keine Nachricht weit und breit, die die Börsenbarometer aus der Tiefe hieven könnte. Negative Stimmen der Analystenhäuser bringen abermals den Technologiemarkt in Bedrängnis.

Cisco

gerät sofort nach Börsenbeginn unter Druck. Das Brokerhaus CIBC Worldmarkets hat den Netzwerkausstatter am Morgen auf "halten" abgestuft. Die Aktie sei zu teuer und werde zukünftig keine besonders robuster Wert sein. Die harsche Kritik trifft nicht nur Cisco, sondern das ganze Netzwerkumfeld taucht am Morgen in die Verlustzone.



Der Chipsektor leidet unter verhaltenen Kommentaren von Credit Suisse First Boston zu Intel. Es bestehe zur Zeit kein Grund zum Einstieg, so die Analysten. Der Preiskampf mit Konkurrent Advanced Micro Devices setzte sich mit aller Härte fort, so die Analysten. Hohe Lagerbestände und das weiterhin schwierige Marktumfeld in der PC Industrie belasten das Unternehmen. Auch im ersten Halbjahr 2001 rechnen die Experten mit schleppender Nachfrage.



Mit Spannung erwartet die Wall Street heute die Quartalszahlen von zwei Unternehmen: Motorola und Yahoo! melden nach Börsenschluss. Doch Investoren ahnen nichts Gutes. Insbesondere vor den Quartalsergebnissen von Motorola fürchten sie sich. Nachlassende Micro-Chip Bestellungen und abflauende Mobiltelefonverkäufe könnten dem Handy-Riesen ein schlechter als prognostiziertes viertes Quartal bescheren. Konkurrent Nokia hatte gestern die Wirtschaftswelt mit Umsatzergebnissen erschrocken, die unter den Analystenerwartungen lagen.



Auch von den Zahlen des Internetzugpferds Yahoo! erhofft sich die Wall Street keine Wunder. Die Internetsuchmaschine soll eigentlich 13 Cents Gewinn pro Aktie einfahren, doch die pessimistischeren Flüsterschätzungen liegen mit zwölf Cents pro Aktie unter den Analystenprognosen. Der Internet-Experte von Merrill Lynch Henry Blodget hat sich abermals skeptisch über das für die Online-Unternehmen lebensnotwendige Anzeigengeschäft geäußert. Er geht von einem extrem schwierigen ersten Quartal aus. Yahoo! startet mit fast drei Prozent Minus in den Tag.



Turbulenzen gibt es auf dem Sektor der Fluggesellschaften. American Airlines, die zweitgrößte Fluggesellschaft der Welt, will einen Großteil der Vermögenswerte von TWA kaufen, um das Unternehmen vor dem Konkursverfahren zu retten. Durch die Übernahme will American Airlines seine Marktposition stärken. Denn die Fusionswelle auf dem Flugsektor ist im Gange. United Airlines hatte bereits im vergangenen Sommer die Übernahme von US Airways bekannt gegeben. AMR will 20 Prozent der Vermögenswerte von US Airways und 49 Prozent von DC Air übernehmen. Damit steigen für United Airlines und US Airways die Chancen auf die Genehmigung ihrer Fusion durch die US-Kartellbehörde. US Airways hat bereits den Bereich der Inlandsflüge in einer eigenen Geschäftseinheit formiert. Diesen will das Unternehmen abspalten, um mögliche Bedenken der Wettbewerbshüter auszuräumen.

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