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24.07.2000

19:26 Uhr

Analysten stellen ihre Topwerte für die nächsten Monate vor

Salomon Smith Barney rät zu günstigen Wachstumswerten

VonGertrud Hussla

Anleger sollten nach Ansicht der Investmentbank Technologie- und Finanzwerte übergewichten.

NEW YORK. Die US-Investmentbank Salomon Smith Barney rät ihren Anlegern bei Investitionen mit einem Zeithorizont von neun bis 18 Monaten, Technologie-Aktien, Finanzwerte und Aktien aus dem Gesundheitsbereich überzugewichten. Dagegen sollten Hersteller von zyklischen Konsumgütern sowie traditionelle Industriewerte eher gemieden werden. Das geht aus einer Liste der 15 Top-Empfehlungen für US-Aktien des Analysten-Teams der Bank hervor.

Die Anlage-Spezialisten haben bei der Zusammenstellung der Liste vor allem auf Wachstums-Werte geachtet, die derzeit vergleichsweise preisgünstig sind. Außerdem haben sie bei ihrer Auswahl berücksichtigt, dass sich die US-Ökonomie in einer Übergangsphase mit einem sich verlangsamenden Wachstum und einem bald erreichten Zinsgipfel befindet.

"Wir gehen davon aus, dass die Zentralbank es bei höchstens zwei weitern Zinserhöhungen bewenden lassen wird", erläutert Investmentstratege John Manley. "Damit werden die zins-empfindlichen Finanzwerte zunehmend attraktiv." Sie seien derzeit nicht sehr teuer.

Das Salomon Smith-Barney-Team hat weiterhin Technologie-Aktien trotz aller derzeit an der Wall Street geäußerten Bedenken deutlich höher gewichtet als sie im Standard & Poors 500 Index der bedeutendsten US-Unternehmen vertreten sind. "Technologieaktien versprechen nach wie vor das größte Wachstum, zumindest mittelfristig", erläuterte Manley. Kurzfristig hätten sie eine eher schwierige Periode vor sich, weil das Angebot - etwa im Halbleiterbereich - die Nachfrage zu übersteigen drohe. Das liege aber nicht an einer schwächer werdenden Nachfrage sondern eher daran, dass die High-Tech-Unternehmen insgesamt zu viel produzieren dürften, weil jedes für sich im intensiven Wettbewerb höhere Marktanteile anstrebt. Das Team geht weiterhin davon aus, dass die Ölpreise sich auf einem relativ hohen Niveau stabilisieren und nicht mehr allzu weit absacken werden. "Deswegen haben wir auch Werte wie den Ölindustrie-Ausrüster Schlumberger mit aufgenommen."

Manley empfiehlt darüber hinaus, auch den Gesundheits-Sektor überzugewichten. "Diese Branche wächst eher unabhängig von den Konjunkturzyklen", erläutert er. Das hänge nicht nur mir dem steigenden Durchschnittsalter der Bevölkerung zusammen, sondern auch mit dem rasanten Tempo, in dem immer neuere und bessere pharmazeutische Produkte auf den Markt kommen. Ein Risiko-Punkt bei den Pharmazie-Aktien sei allerdings, dass der US-Kongress Spar-Maßnahmen im Gesundheits-Sektor beschließen könnte.

Insgesamt besteht das von der Investmentbank zusammengestellte Aktien Portfolio zu 26 % aus Technologie-Werten, 18,5 % stecken in Kommunikationsausrüstern. Die nächstgrößere Gruppe sind mit 16,5 % die Finanzwerte, gefolgt von pharmazeutischen Werten mit 12,4 % der Investment-Summe.

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