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31.01.2001

18:24 Uhr

Analysten stufen Papier herunter

Intershop-Aktien stürzen nach schlechten Zahlen weiter ab

Neue schlechte Zahlen der Intershop Communications AG haben den Aktienkurs des einstigen Börsenlieblings am Mittwoch erneut abstürzen lassen. Die Aktie des Softwareherstellers aus Jena verlor ein Fünftel ihres Vortagswerts.

va BERLIN. Nachmittags wurde die Aktie der am Neuen Markt und an der Nasdaq notierten Gesellschaft mit 9,60 Euro bewertet. Noch im September lag der Kurs bei 100 Euro.

Zuvor hatte das Management Verlustzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt, die mit 39,3 Mill. Euro mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr sind. Zudem erwartet der Vorstand auch für das laufende Geschäftsjahr 2001 Verluste in ähnlicher Größenordnung. Allerdings versprach er, Intershop werde "auf jeden Fall" bis Ende 2001 auf Quartalsbasis wieder profitabel werden. Nach dem stürmischen Umsatzwachstum um mehr als 160 Prozent auf 123 Mill. Euro im Vorjahr schaltet das Softwareunternehmen jetzt einen Gang zurück. Für 2001 werden Umsätze von 140 bis 160 Mill. Euro prognostiziert.

Analysten äußerten sich bestürzt über die neuen Zahlen. Als Konsequenz stuften die BW-Bank, das Bankhaus Merck, Finck & Co., die BHF-Bank sowie die WGZ-Bank das Papier nach Vorlage der Geschäftszahlen 2000 herab. Die Analysten zweifeln besonders daran, dass Intershop seine Vertriebsprobleme in den Vereinigten Staaten bewältigen wird. Die Schwierigkeiten in den USA gelten als das Hauptproblem des Anbieters von E-Business-Software.

Firmenchef Stephan Schambach erklärte, er wolle sich in den Vereinigten Staaten nur noch auf Großkunden konzentrieren. Man werde die Beziehungen zu den strategischen Vertriebspartnern ausweiten. Zudem strebe er eine "Verschlankung der globalen Organisation an". Im Januar habe Intershop deshalb weltweit 200 Stellen abgebaut. Außerdem arbeite man an neuen Produkten.

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