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23.07.2000

19:00 Uhr

Maximilian Ardelt: Kundenzahl verdoppelt

Maximilian Ardelt: Kundenzahl verdoppelt

jojo MÜNCHEN. Kleine und mittlere Unternehmen sollen in Zukunft völlig auf die Deutsche Telekom verzichten können. Viag Interkom will in Deutschland flächendeckend den Ortsnetzanschluss per Richtfunktechnik anbieten. Bislang waren die meisten Firmen von der Telekom abhängig, weil dem Ex-Monopolisten in der Regel der Anschluss ans Netz gehört.



Viag Interkom will in den kommenden drei Jahren rund eine Mrd. DM in den Ausbau der Richtfunk-Infrastruktur investieren. Bis Ende kommenden Jahres wollen die Münchener 15 000 Kunden haben, in den nächsten fünf Jahren sollen 40 000 Unternehmen angeschlossen werden. Viag Interkom sieht sich im deutschen Telekommunikations-Markt gut positioniert. Im ersten Halbjahr sei der Umsatz um 270 % auf 1,3 Mrd. DM geklettert, sagte Viag-Interkom-Chef Maximilian Ardelt in München. Im Gesamtjahr soll der Umsatz auf "deutlich mehr als drei Milliarden Mark" steigen.



Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1,7 Mrd. DM. Der Verlust im laufenden Jahr werde geringer ausfallen als 1999, genauere Angaben wollte Ardelt aber nicht machen. Im vergangenen Jahr musste der Telekom-Anbieter einen Fehlbetrag von 1,5 Mrd. DM hinnehmen. Viag Interkom ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Eon, British Telecom und Telenor.



Ardelt zeigte sich überzeugt, dass sein Unternehmen eine der begehrten UMTS-Lizenzen bekommen wird. Die Versteigerung der Mobilfunk-Lizenzen beginnt am kommenden Montag. Ardelt kritisierte erneut die hohe Summe, die vermutlich bezahlt werden müsse. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass mit einer Lizenz langfristig ein "gutes Geschäft" zu erzielen sei.



Ardelt warnte die Bundesregierung davor, die Regulierung in der Telekommunikation zurück zu fahren. Dies würde "den jetzt im Fernverkehr einigermaßen funktionierenden Wettbewerb im Keim ersticken".

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