Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.02.2003

14:30 Uhr

Andere Verteilung denkbar

Fernsehgebühren genügen ZDF nicht mehr

Das ZDF kommt von 2005 an nicht mehr mit den Einnahmen aus den Rundfunkgebühren aus. Das geht aus einem Bericht des Zweiten Deutschen Fernsehens an die Länderparlamente hervor.

HB/dpa MAINZ. Danach wird das ZDF bis Ende 2004 - dem Ende der Gebührenperiode - ein Defizit von etwa 200 Millionen Euro erzielen. Diese Finanzplanung hatte ZDF-Intendant Markus Schächter bereits im Dezember dem Fernsehrat vorgelegt.

"Mit dem Geld, das wir jetzt aus der Gebühr erhalten, werden wir nicht noch weitere vier Jahre hinkommen", sagte ZDF-Sprecher Walter Kehr am Mittwoch. Das bedeute aber nicht, dass das ZDF eine Gebührenerhöhung verlange. Es wäre auch eine andere Verteilung zwischen ARD und ZDF denkbar. Die Rundfunkgebühr beträgt derzeit 16,15 Euro monatlich für 15 Fernsehkanäle und über 60 Radiosender.

Beim ZDF hatte sich die schlechte Finanzlage nach dem Wegbrechen der Werbeeinnahmen im vergangenen Jahr weiter verschärft. Für dieses Jahr hat sich der Sender einen rigiden Sparkurs auferlegt. Der Gesamtetat beträgt rund 1,77 Milliarden Euro und liegt damit um 24 Millionen Euro unter dem Vorjahresstand. Schächter hatte gewarnt, dass der Anteil von Wiederholungen auf den Seriensendeplätzen mit 38 Prozent schon fast unerträglich hoch sei. Er verwies auch auf große Personalkosteneinsparungen in den vergangenen Jahren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×