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12.01.2001

09:58 Uhr

Angeblich keine Beeinflussung durch Bauernverbände

CSU stützt wegen BSE-Krise angeschlagene Minister

Die wegen der BSE-Krise umstrittenen bayerischen Minister Barbara Stamm und Josef Miller (beide CSU) erhalten weiter Rückendeckung aus ihrer Partei.

ddp KÖLN. Gesundheitsministerin Stamm habe keineswegs unter Druck der Bauernverbände gestanden, sagte der bayerische CSU-Fraktionschef Alois Glück am Freitagmorgen im Deutschlandfunk. Tatsache sei, dass es in der Vergangenheit quer durch Deutschland sehr strittig gewesen sei, ob Konsequenzen wie die Entfernung von zusätzlichem Risikomaterial bei Rindern, Schafen und Ziegen eingesetzt "notwendig und richtig waren", betonte Glück.

Medienberichten zufolge hatte sich Stamm gegen die Entfernung von zusätzlichem Risikomaterial eingesetzt. Stamm hatte sich in Briefen vom Juni und August 2000 an die Bundesregierung gewandt, in denen sie sich gegen diese von der EU vorgeschlagene BSE-Vorsorgemaßnahme einsetzte.

Zudem seien sowohl Stamm als auch der ebenfalls in der Kritik stehende Agrarminister Miller anerkannte Fachminister, betonte Glück. Mit Blick auf die Rücktritte der beiden Bundesminister Andrea Fischer (Grüne) und Karl-Heinz Funke (SPD) sagte Glück, sie seien gemobbt worden, "weil sie seit Monaten eine Belastung für die Regierung waren".

Die Ministerkritik sei ein "absurdes Theater", das den Menschen nicht helfe, sagte Glück weiter. Nun komme es aufs Handeln an, nicht auf das "Produzieren von irgendwelchen Gerüchten".

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