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12.01.2001

18:54 Uhr

ap LIMA. Peru wird nach einem Beschluss des Parlaments den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte wieder anerkennen. Die Abgeordneten stimmen am Freitagmorgen nach vierstündiger Debatte für eine Zusammenarbeit mit dem Gerichtshof, der der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) angehört. Gegen den Beschluss stimmten Anhänger des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori. Beobachter erklärten, Peru wolle mit der Anerkennung der Gerichtshofs seine internationale Glaubwürdigkeit wiederherstellen.

Fujimori hatte im Juli 1999 erklärte, Peru werde Entscheidung des Interamerikanischen Gerichtshofs nicht mehr akzeptieren. Zuvor hatte das Gericht entschieden, vier von einem peruanischen Militärgericht wegen Terrorismus verurteilte Chilenen müssten vor einem Zivilgericht einen neuen Prozess erhalten. Der Kongress hatte Fujimori im November vergangenen Jahres nach einem Korruptionsskandal für moralisch unfähig erklärt, das Amt des Präsidenten weiter auszuführen. Seitdem setzte Peru mehrere Urteile des Gerichtshofs um, ohne ihn jedoch formal anzuerkennen.



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