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13.01.2003

14:00 Uhr

Anhaltende Kriegsrhetorik

Nordkorea warnt die USA vor „tausendfacher Rache“

Nordkorea hat die USA am Montag vor einem erneuten Abfangen eines seiner Schiffe in internationalen Gewässern gewarnt. Die USA würden in diesem Fall eine "tausendfache Rache" zu spüren bekommen, hieß es in einem Kommentar der Zeitung "Rodong Sinmun" der herrschenden Arbeiterpartei des kommunistischen Landes.

HB/dpa SEOUL. Die spanische und amerikanische Marine hatten im Dezember im Indischen Ozean einen Frachter mit nordkoreanischen Scud-Raketen für den Jemen aufgebracht.

Nach Protesten des Jemen hatten die USA das Schiff und die beschlagnahmte Ladung jedoch wieder frei gegeben. Nordkorea hatte die USA der "Piraterie" bezichtigt und eine Entschuldigung gefordert. "Die Herzen der Volksarmee und der Nordkoreaner brennen von einem sich auftürmenden Groll gegen die US-Imperialisten, die willkürlich die Souveränität und die Interessen des Landes verletzen", hieß am Montag in dem Parteiorgan.

Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit den USA wegen des nordkoreanischen Atomprogramms ist die Warnung Teil der jüngsten Kriegsrhetorik gegen die USA. Nordkorea hatte wiederholt vor Wirtschaftssanktionen gegen das Land gewarnt, die einer "Kriegserklärung" gleichkämen.

Nach Gesprächen mit dem neu gewählten südkoreanischen Präsidenten Roh Moo Hyun sagte der US-Gesandte James Kelly am Montag in Seoul, Washington könne Energiehilfen für Nordkorea in Erwägung ziehen, falls das kommunistische Land auf die Entwicklung von Atomwaffen verzichteten. Zugleich bekräftigte er das Dialogangebot Washingtons über den Stopp des nordkoreanischen Atomprogramms zu sprechen.

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