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02.04.2003

15:00 Uhr

Anhaltende Umsatzverluste im Inland

Einzelhandel sucht Heil im Ausland

Die großen Einzelhandelsunternehmen werden nach Einschätzung der Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels (AVE) künftig vor allem im Ausland wachsen.

Reuters BERLIN. "Durch die Besetzung von Positionen in Drittlandmärkten wird es ermöglicht, der in Deutschland herrschenden Marktsättigung und dem hohen Wettbewerbsdruck zu entgehen", sagte AVE-Chef Jürgen Maas am Mittwoch in Berlin. Der Verband forderte eine weitere Liberalisierung des internationalen Handels. Inzwischen würden bereits ein Drittel der innerdeutschen Einzelhandelsumsätze mit Konsumgütern erzielt, die außerhalb der EU hergestellt werden. In der Bekleidungsbranche sei der Anteil noch wesentlich höher.

Im Inland verzeichnet der Handel laut AVE anhaltende Umsatzverluste. "Eine wirkliche Besserung der Situation ist nicht in Sicht", sagte Maas. 2002 seien die Erlöse um 3,5 % gesunken. Die Furcht vor Arbeitslosigkeit und eine hohe Abgabenbelastung hätten ein Stimmungstief bei den Verbrauchern ausgelöst. Insgesamt bezifferte der Verband den Branchenumsatz der 670 000 Einzelhandelsbetriebe auf 1,2 Billionen Euro.

Die sich in Asien ausbreitende lebensgefährliche Lungenentzündung SARS hat Maas zufolge bisher keine Auswirkungen auf die Geschäftsbeziehungen der Handelsunternehmen. Wenn allerdings Erkrankungen in den fernöstlichen Niederlassungen der Konzerne aufträten, könne sich dies ändern. Weltweit sind bisher 75 Menschen an SARS gestorben, fast 2300 Verdachtsfälle beziehungsweise bestätigte Fälle sind bekannt. Die meisten Menschen erkrankten in Hongkong und in der chinesischen Provinz Guangdong.

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