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15.01.2003

08:17 Uhr

ina FRANKFURT. Die Einlagen in den Oracle Fund sollten aus steuerlichen Gründen über eine eigens und nur zu diesem Zweck gegründete Zwischengesellschaft in den USA investiert werden. Das ist ein durchaus üblicher Vorgang. Als Anlageberater des Oracle Fund fungierte die US-Gesellschaft Adyield unter Führung von William Rafter.

Diese Unternehmen leiteten die Mittel an die ebenfalls in den USA beheimateten Firmen der Breen Capital Group weiter. Weil diese schon seit Jahren bestanden hatte und nicht, wie vorgeschrieben, neu gegründet wurden, hätten sie die Funktion als Zwischengesellschaft von vornherein nicht erfüllen dürfen.

Rund zwei Drittel der Gelder flossen unkontrolliert in dubiose Investmentgesellschaften, die wiederum unter der Fuchtel von Rafter standen. Hinweise darauf - und auf andere Unregelmäßigkeiten - gaben unter anderem die Berichte der Wirtschaftsprüfer. Darüber hinaus kamen Führungskräfte aus der Breen-Gruppe und deren Angehörige in den Genuß von Darlehen, die aus Oracle-Mitteln abgezweigt wurden. Zusätzlich kassierte die Beratungsgesellschaft Erfolgsgebühren aus dem Fondsvermögen, obwohl sich dessen tatsächlicher Wert negativ entwickelte.

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