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15.01.2003

08:21 Uhr

ina FRANKFURT. Der letzte Millionen-Skandal im europäischen Anlagegeschäft verbindet sich mit dem Namen Peter Young. Er managte Mitte der neunziger Jahre für die Deutsche-Bank-Tochter Morgan Grenfell in London zwei europäische Aktienfonds.

Dank außerordentlicher Performance stand der Brite lange als Star im Rampenlicht von Morgan Grenfell, auf der damals die Hoffnungen der Deutschen Bank ruhten, im Investmentbanking weltweit auf einen Spitzenplatz vorzurücken. Im September 1996 gab es ein böses Erwachen. Young hatte einen Großteil der Gelder von weit über 1 Mrd. Pfund in spekulative Anteile von nicht börsennotierten Unternehmen investiert. Um seine Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben zu verschleiern, leitete er die Mittel über ein Netz von Briefkastenfirmen.

Der Betrug an seinem Arbeitgeber fiel Young nach eigenen Worten leicht. "Wenn es gut läuft, drücken alle Leute in der Bank beide Augen zu", sagte er. Rund 180 000 Investoren waren damals betroffen, darunter auch viele aus Deutschland. Die Betrügereien kosteten die Deutsche Bank fast 400 Mill. Pfund. Davon gingen etwa 210 Mill. Pfund als Schadenersatz an die Anleger.

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