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17.01.2003

10:31 Uhr

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Anleger des Oracle-Fonds teilweise entschädigt

Die Besitzer des Oracle-Fonds, aufgelegt von einer Fortis-Bank-Tochter auf den Bahamas, werden teilweise entschädigt. Die Fortis-Dependance zahlt 60 Mill. Dollar an den eingesetzten Insolvenzverwalter, der diese Mittel an die Fondsbesitzer verteilen wird. Das erfuhr das Handelsblatt gestern. Insgesamt hatten Investoren, vor allem europäische Privatanleger, etwa 245 Mill. Dollar investiert.

ina/sbe FRANKFURT/M. Am Montag hatte in Nassau ein Prozess des Insolvenzverwalters gegen die Fortis-Tochter begonnen. Dieser Prozess sollte die Frage klären, ob die Fortis-Tochter mitverantwortlich ist für die Verluste im Oracle-Fonds, der große Teile der Gelder nicht - wie vorgesehen - in sichere Anleihen investierte. Das Handelsblatt machte den Anlageskandal in der Mittwochsausgabe publik. Noch am gleichen Tag kam es - für viele überraschend - zu einer Einigung, ohne dass zunächst Details bekannt wurden.

Von der Einigung sind die Schadenersatzklagen der Banken HSBC und UBS sowie des niederländischen Unternehmens Hunter Douglas nicht berührt. Sie werden ab Januar 2004 verhandelt. Die Banken hatten vor allem für ihre Kunden Fondsanteile erworben. Da der Insolvenzverwalter bis jetzt 85 Mill. Dollar an Oracle-Fonds-Vermögenswerten sichergestellt hat, bleiben immer noch 100 Mill. Dollar (245 minus (85 plus 60)) an Restverlusten.

Analysten halten die potenziellen Auswirkungen dieser Klagen auf das Ergebnis von Fortis für gering. Fortis müsse wegen eines zusätzlich involvierten Anlageberaters wohl höchstens einen Teil des Fehlbetrages bereit stellen, sagt ING-Analystin Sigrid Baas. Außerdem habe Fortis vielleicht schon vor einigen Jahren eine Rückstellung für diesen Fall gebildet.

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