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27.03.2003

15:42 Uhr

Anleger kaufen Yen - Euro auf 1,0701/02

Dollar tendiert schwächer

Der Dollar hat am Donnerstag angesichts der Ängste der Anleger vor einem längeren Irak-Krieg nachgegeben. Es gebe immer mehr Hinweise auf einen sich länger hinziehenden Konflikt und dies beunruhige die Investoren, sagten Marktteilnehmer.

Reuters FRANKFURT. "Der Krieg erweist sich als schwieriger, als man sich das anfangs vorgestellt hatte und das lastet auf dem Dollar", sagte Ian Stannard, Devisenstratege bei BNP Paribas. "Die USA rufen nach mehr Truppen. Das zeigt, dass die Dinge etwas komplizierter werden", fügte er hinzu.

Die USA verstärken ihre Truppen nach US-Militärangaben um mehr als 30.000 Mann, dazu gehören auch die Soldaten der hoch technisierten 4. Infanterie-Division. Ein Militärsprecher sagte, die Soldaten würden in den nächsten Tagen ins Frontgebiet verlegt. Einem Bericht der "Washington Post" zufolge rechnen US-Militärs zudem mit einem längeren und härteren Krieg als noch vor einer Woche angenommen. Eine erkennbare Reaktion auf die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA zeigte der Dollar hingegen nicht.

Der Euro stieg auf 1,0701/02 Dollar, nachdem er am Mittwoch in New York bei 1,0684 Dollar geschlossen hatte. Zeitweise stieg die europäische Gemeinschaftswährung sogar bis auf 1,0744 Dollar. Im Referenzkursverfahren der Banken EuroFX wurde der Kurs des Euro mit 1,0724 (1,0641) Dollar festgelegt. Die EZB ermittelte den Referenzkurs mit 1,0723 (1,0667) Dollar. Zum Yen notierte der Dollar tiefer bei 119,79 nach einem Schlusskurs in New York bei 120,03 Yen.

Kurz vor dem Ende des japanischen Steuerjahres am 31. März kauften einige Anleger am Donnerstag in Tokio zudem Yen.

Allerdings waren die Anleger Händlern zufolge bemüht, den Dollar nicht zu stark zu drücken, da der Markt Interventionen der japanischen Notenbank am Devisenmarkt befürchtet. "Ich habe von Gerüchten gehört, wonach die Behörden heimlich intervenieren wollen, weil sie den Dollar bis Ende März bei einem Kurs von rund 120 Yen halten wollen", sagte ein Händler einer japanischen Großbank in Tokio. Japan hat zugegeben, in diesem Jahr bereits Yen verkauft zu haben, um die Yen-Stärke, die der japanischen Exportwirtschaft schadet, abzumildern.

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