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22.01.2003

17:36 Uhr

Anleger setzen auf Rentenfonds

US-Aktienfonds melden Kapitalabfluss

Aus den US-Aktienfonds ist im Gesamtjahr 2002 angesichts der Börsenflaute erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt unter dem Strich wieder Kapital abgeflossen.

Reuters NEW YORK. Aus Daten der zum Nachrichten- und Informationskonzern Reuters gehörenden Fondsanalysefirma Lipper geht hervor, dass die Investoren im vergangenen Jahr netto mehr als zehn Milliarden Dollar aus den Fonds abgezogen haben. Dies war der erste Netto-Kapitalabfluss aus US-Aktienfonds in einem Jahr seit 1988. Im Gegenzug verzeichneten die Rentenfonds der USA mit netto 130 Milliarden Dollar einen Rekord-Kapitalzufluss.

Angesichts der anhaltend hohen Unsicherheit hätten sich die Investoren im vergangenen Jahr mit Aktien zurückgehalten und die Anlage in festverzinslichen Papieren bevorzugt, sagte Lipper-Analyst Donald Cassidy am Dienstagabend.

Die Kapitalabflüsse aus den US-Aktienfonds im vergangenen Jahr machen zwar nur weniger als ein Prozent des gesamten Aktienfonds-Vermögens von knapp drei Billionen Dollar aus. Doch Merill-Lynch-Analystin Sarah Franks sprach dennoch von einem ernsten Schock für die weiter schwachen Aktienmärkte. Allein im Dezember zogen die Anleger Lipper zufolge netto 5,5 Milliarden Dollar aus den US-Aktienfonds ab, während den Anleihe-Fonds 4,2 Milliarden Dollar zuflossen.

Aus den Geldmarktfonds wurden im Dezember angesichts der historisch niedrigen Zinsen 37,2 Milliarden Dollar abgezogen. Für das Gesamtjahr summierten sich die Netto-Abflüsse für diese Fonds damit auf knapp 50 Milliarden Dollar.

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