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22.01.2001

11:58 Uhr

ap DÜSSELDORF. Die Firmen der New Economy, des neuen Marktes, haben ihre Börsenerfolge nach Einschätzung der Unternehmensberatung Kienbaum nicht selten mit öffentlichkeitswirksamen Entscheidungen und übertriebenen Versprechungen erkauft. Die Unternehmen fällten Entscheidungen in strategischen Fragen eher nach öffentlichkeitswirksamen Kriterien als nach der Sachlage, kritisierte der Chef von Kienbaum Consultants International, Jochen Kienbaum, in einem am Montag vorab veröffentlichten Interview des Wirtschaftsmagazins "DM". Der starke öffentliche Druck, positive Nachrichten zu verbreiten, provoziere kurzfristige Entscheidungen.

Einige Internet- und Kommunikationsfirmen hätten zudem aggressives Marketing mit Fantasie verwechselt, kritisierte Kienbaum. So seien Gewinnprognosen veröffentlicht worden, die fernab jeder Realität gelegen hätten. Fatalerweise glaube jeder erst einmal gern an solche Erfolgsstorys, auch so genannte Experten.

Kienbaum riet Anlegern und Analysten sich nicht von einer schillernden Unternehmerpersönlichkeit leiten zu lassen. Die Strahlkraft der Firmengründer und ihrer Idee bringe nur anfänglichen Börsenerfolg. Langfristig zahle es sich aus, auf gestandene Manager zu setzen, die nicht so wild auf Publicity seien. In diesem Punkt könne die New Economy noch einiges von den Firmen der Old Economy lernen.



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