Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.02.2003

15:57 Uhr

Annan schlägt Volksabstimmung vor

Kein Durchbruch bei Zyperngesprächen

Uno-Generalsekretär Kofi Annan will seine Bemühungen zur Lösung der Zypern-Frage an diesem Freitag fortsetzen.

HB/dpa NIKOSIA. Es werde eine zweite Gesprächsrunde mit den Führern der griechischen und türkischen Volksgruppe, Tassos Papadopoulos und Rauf Denktasch, geben, kündigte Annan am Donnerstag in Nikosia im Anschluss ein erstes Treffen an.

Nach den Worten von Papadopoulos hatte die erste Begegnung "koordinierenden Charakter". Wie Denktasch der halbamtlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu sagte, habe Annan von beiden Seiten gefordert, dass sie am Freitag "ein Ja oder ein Nein" zu seinem Plan zur Überwindung der Teilung Zyperns sagen. "Der Generalsekretär sagte uns, dass große Änderungen seines Planes nicht möglich sind", sagte Denktasch im Radio. Bei einer Nicht-Einigung plane Annan, die beiden Seiten am 10. März nach Den Haag einzuladen. Dort sollten sie dann ein Dokument unterzeichnen, das getrennte Volksabstimmungen über den UN-Plan im türkischen Norden und griechischen Süden der Mittelmeerinsel vorsieht. Den Vorschlag Annans, die Bürger Zyperns entscheiden zu lassen, bestätigte auch ein Sprecher der griechischen Regierung in Athen.

Unterdessen demonstrierten im Nordteil von Nikosia zehntausende türkische Zyprer für eine Lösung und den Beitritt eines wiedervereinigten Zypern in die EU.

Annans Plan sieht auf der seit 1974 geteilten Mittelmeerinsel die Bildung eines gemeinsamen Staates vor, der aus einem türkischen Teilstaat im Norden und einem griechischen Teilstaat im Süden bestehen soll. Bei einer Einigung würde Zypern als Ganzes zum 1. Mai 2004 der EU beitreten. Anderenfalls bliebe die Insel geteilt, und das rechtliche und politische Regelwerk der EU würden nur im griechischen Süden gelten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×