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17.01.2003

14:55 Uhr

Anordnung muss noch von Oftel durchgesetzt werden

Britische Aufsicht fordert Senkung der Handy-Tarife

Die britische Wettbewerbsbehörde fordert Medienberichten zufolge von den Mobilfunkbetreibern starke Preissenkungen. Die Aktien der betroffenen Telekommunikationsunternehmen gaben nach dem Bericht deutlich nach.

Reuters LONDON. Die Competition Commission fordere von den Mobilfunkunternehmen eine Senkung der Anschlussgebühren um 15 Prozent und die Senkung der Handy-Tarife in drei Jahren um 14 Prozent, berichtete die Financial Times in ihrer Freitagausgabe.

Preissenkungen im Mobilfunkbereich wurden von Analysten allgemein erwartet. Bear Stearns-Analyst Fanos Hira sagte aber, er habe mit einer etwas geringfügigeren Senkung gerechnet. Allein die Senkung der Anschlussgebühren würde die Einnahmen der Mobilfunkbetreiber um 1 Prozent drücken, fügte er hinzu.

Die im Bericht genannten Preissenkungen würden am stärksten den Mobilfunkanbieter mmO2 treffen, der etwa zwei Drittel seiner Umsätze in Großbritannien erzielt. Der Kurs der mmO2-Aktie fiel im Vormittagshandel der Londoner Börse um knapp fünf Prozent auf 48 Pence. Aber auch die Gewinne der anderen drei bedeutenden Mobilfunkbetreiber in Großbritannien - die britische Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, T-Mobile, Orange und Vodafone - würden durch die Preissenkungen geschmälert.

Die Anordnung der Competition Commission muss die Telekom-Regulierungsbehörde Oftel durchsetzen. Von der Competition Commission war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die Sprecher von Oftel und MmO2 wollten den Bericht nicht kommentieren.

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