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04.02.2001

19:53 Uhr

Reuters BELFAST. In Nordirland sind am Sonntag offiziellen Angaben zufolge zwei Menschen bei einer Explosion verletzt worden. Ein örtliches Krankenhaus teilte mit, ein Mann und eine Frau seien nach der Detonation mit leichten Verletzungen eingeliefert worden. Sie seien später wieder entlassen worden. Nach Polizeiangaben ereignete sich die Explosion in der Nähe von Newcastle, rund 70 Kilometer südlich der Hauptstadt Belfast. Die Detonation soll einem nordirischen Politiker zufolge durch eine Rohrbombe ausgelöst worden sein. Eamonn O'Neill von der moderat- katholischen Partei SDLP fügte hinzu, der Sprengsatz sei offenbar an einem Fahrzeug befestigt gewesen.

Sprengstoff-Experten der britischen Armee wurden zum Explosionsort entsandt. Rohrbomben werden in der britischen Provinz Nordirland überwiegend von pro-britischen protestantischen Extremisten eingesetzt. Nur wenige Stunden vor der Detonation bei Newcastle hatten Unbekannte eine Rohrbombe in das Haus einer katholischen Familie in Belfast geschleudert, wo der Sprengsatz im Wohnzimmer detonierte und großen Sachschaden anrichtete. Die Familie hatte sich unverletzt in Sicherheit bringen können. In den über 30 Jahren des bewaffneten Konflikts um den Anschluss der britischen Provinz an die Republik Irland beziehungsweise ihren Verbleib beim Vereinigten Königreich starben 3 600 Menschen.

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