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30.03.2003

17:00 Uhr

Anti-Terror-Operation „Enduring Freedom“

Entsendung deutscher Schnellboote erwägt

Zum Schutz des Seeverkehrs vor Anschlägen erwägt die Bundesregierung die Entsendung von Marine-Schnellbooten in die Meerenge von Gibraltar.

Reuters BERLIN. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte am Samstag in Berlin, es gebe die Überlegung, eine entsprechende Bitte der USA an die NATO zu erfüllen. Die Darstellung des Nachrichtenmagazins "Spiegel", wonach es schon einen Beschluss gebe, sei aber nicht richtig. Die Entscheidung werde voraussichtlich in der kommenden Woche getroffen.

Nach dem Magazin soll der Einsatz im Mittelmeer im Rahmen der Anti-Terror-Operation "Enduring Freedom" laufen. Ein eigenes Bundestagsmandat sei deshalb nicht notwendig. Im Gespräch sei die Entsendung von drei Raketen-Schnellbooten. Die Bundesregierung vertritt die Linie, dass sie einerseits die Bündnisverpflichtungen der NATO erfüllen, sich andererseits aber nicht aktiv am Krieg gegen Irak beteiligen will.

Die Mitgliedstaaten der NATO hatten sich Anfang Februar im Rahmen von Anti-Terrormaßnahmen auf verstärkte Patrouillen in der Straße von Gibraltar durch Kriegsschiffe des Militärbündnisses verständigt. Großbritannien verfügt in Gibraltar über einen Flottenstützpunkt, um von hier aus Schiffsbewegungen durch die Meerenge zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantischen Ozean verfolgen zu können. Diplomaten hatten erklärt, durch die neuen Beschlüsse könnte die in Neapel stationierte sechste US-Flotte entlastet und zum Teil für andere Aufgaben frei werden.

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