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10.01.2001

08:57 Uhr

Apple-Aktienkurs stieg um 4 %

Apple will mit neuen Macs und Software Absatzkrise überwinden

Apple Computer will mit einer runderneuerten Familie seiner Macintosh-Rechner sowie mehreren neuen Software- Produkten die jüngste Absatzkrise überwinden.

dpa SAN FRANCISCO. Firmenchef Steve Jobs stellte am Dienstag (Ortszeit) in San Francisco mit dem PowerBook G4 Titanium "das schnellste Notebook der Welt" sowie eine neue Linie der PowerMac-Rechner vor, die deutlich schneller arbeiten und besser ausgestattet sind, als die Vorgängermodelle. "Die vergangenen Monate stellten Apple vor eine besondere Herausforderung", sagte Jobs. "Wir haben beschlossen, das Jahr 2001 mit einem großen Knall zu starten."

Der Kurs der Apple-Aktie legte nach den Ankündigungen von Jobs auf der Fachmesse Macworld Expo um knapp vier Prozent (plus 63 Cent) auf 17,19 $ zu. Seit dem Höchststand im März 2000 von 75,19 haben die Papiere allerdings um 77 % nachgegeben. Apple hatte im vergangenen Dezember einen Verlust für das erste Finanzquartal 2001 in Höhe von 250 Mill. $ bekannt gegeben, nachdem sich insbesondere der Designcomputer G4 Cube nicht so gut verkauft hatte, wie von Apple erhofft.

Und auch für das zweite Quartal erwartet der kalifornische Computerhersteller rote Zahlen, da er wegen voller Lager große Preisnachlässe gewähren muss. Die vier neuen PowerMacs von Apple arbeiten mit G4-Chips von Motorola und sind zwischen 466 Megahertz und 733 MHz schnell. Das bisherige Spitzenmodell war mit 500 MHz getaktet. Trotz der im Vergleich zu aktuellen PC-Prozessoren niedrigeren Taktung schlage in der Gesamtgeschwindigkeit des Systems der neue PowerMac G4 jeden Rechner mit einem Pentium-Chip von Intel, meinte Jobs.

Außerdem führte der Apple-Mitbegründer ein neuartiges Notebook vor, das nur einen 2,4 cm dick ist und in einem Gehäuse aus Titan steckt. Neben der neuen Hardware setzt Apple künftig noch stärker auf Software, um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Am 24. März 2001 soll das lang erwartete Apple-Betriebssystem Mac OS X in die Geschäfte kommen. Jobs betonte, der Personal Computer sei nicht tot, er entwickle sich nur ständig weiter. Künftig stünden die Macintosh- Rechner im Zentrum einer vernetzten Welt des "digitalen Lifestyles".

Durch den Mac würden Digitalkameras, CD-Player, MP3- Abspielgeräte und Kleinstcomputer wie der Palm miteinander verbunden. Daher steige Apple auch stärker in den Bereich der Multimedia-Software ein. Mit dem kostenlos verteilten neuen Programm "iTune" können Macintosh- Anwender künftig ihre Sammlung von Musik-Dateien verwalten und CDs brennen. Jobs führte weiterhin die neue Software "iDVD" vor, mit der komplette Video-Präsentationen erstellt und auf DVD-Scheiben gebrannt können. Zuvor hatte Apple bereits mit der Video-Bearbeitungssoftware "iMovie" Erfolge erzielen können.

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