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06.01.2005

10:57 Uhr

Arbeitnehmer mussten realen Einkommensverlust hinnehmen

Inflation frisst Verdienstanstieg

Bis Oktober des abgelaufenen Jahres sind die Verdienste der meisten deutschen Arbeiter und Angestellten real gesunken.

HB WIESBADEN. Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe verdienten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag im Oktober durchschnittlich 2 988 € brutto im Monat und damit 1,9 % mehr als vor einem Jahr. Weil sich die Lebenshaltungskosten im selben Zeitraum um zwei Prozent erhöhten, fraß die Inflation den Verdienstanstieg auf. Auch die Gehaltssteigerung der Angestellten im Handel mit 1,7 % auf 2740 € blieb hinter der Inflation zurück. Nur im Banken- und Versicherungsgewerbe überstieg der Gehaltszuwachs mit 3,1 % auf 3383 € brutto monatlich die Preissteigerung. Dazu habe vor allem das Kreditgewerbe mit einem Anstieg der Gehälter um 3,6 % auf 3364 € beigetragen, erklärten die Statistiker.

Bei den Banken und Versicherungen wuchs auch anders als in den restlichen erfassten Sektoren der Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen weiter. Angestellte Männer erhielten mit 3 781 € 3,1 % mehr Gehalt als vor einem Jahr, während sich die Gehälter ihrer Kolleginnen nur um 2,6 % auf 2 925 € erhöhten. Mit knapp 23 % war der Abstand aber immer noch kleiner als in anderen Branchen. Die größten Unterschiede gab es weiter bei den Angestellten im Produzierenden Gewerbe: Hier verdienten Frauen 28,5 % weniger als Männer.

Ein Grund für die unterschiedlichen Entwicklungen bei den Verdienstabständen können nach früheren Angaben des Statistikamtes auch Verschiebungen beim Anteil von Männern und Frauen an der jeweiligen Arbeitnehmerschaft sein.

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