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21.07.2000

08:46 Uhr

Arbeitnehmer mussten Schuldscheine unterschreiben

IG Metall kritisiert Arbeitsbedingungen auf Expo

Manche Arbeitnehmer müssen 60 Stunden pro Woche für einen Stundenlohn von 4,86 DM arbeiten.

dpa BERLIN/HANNOVER. Die IG Metall Hannover hat die Arbeitsbedingungen auf der Expo kritisiert. Bezirksleiter Hartmut Meine nannte im ARD-Morgenmagazin am Freitag vor allem Beispiele aus dem Gastronomiebereich. Er kritisierte das kanadische Unternehmen Everest LP, dass 40 ungarische Arbeitnehmer eingestellt habe, die 60 Stunden pro Woche für einen Stundenlohn von 4,86 DM arbeiten müssten. Außerdem hob er die schlechten Arbeitsbedingungen bei der Firma ExporResto hervor, die nach der Besucherflaute 200 eingestellten Rumänen Änderungskündigungen aufgezwungen und sie Schuldscheine in Höhe von 500 DM habe unterschreiben lassen.

Meine kritisierte außerdem die Expo-Leitung, die während der Planungsphase die Einführung eines flächendeckenden Tarifvertrages für das ganze Expo-Gelände abgelehnt habe. Mit entsprechenden Auflagen für die Pavillon-Betreiber wären die jetzigen "unzumutbaren Zustände" zu vermeiden gewesen, betonte er.

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