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06.02.2001

17:16 Uhr

Arbeitsmarktdaten haben keinen Einfluss

Euro sinkt in impulslosem Handel

Der Euro hat am Dienstag in einem impulslosen Handel an Wert verloren. Die am Vormittag veröffentlichten Arbeitsmarktdaten für Deutschland hätten kaum Einfluss auf das Handelsgeschehen gehabt. Gegen 16.30 Uhr wechselte der Euro in Frankfurt für 0,9321 $ den Besitzer.

dpa/afx FRANKFURT. Am Nachmittag hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 0,9322 $ (Montag: 0,9425) $ festgesetzt. Der $ kostete damit 2,0980 (2,0752) DM.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6366 (0,6387) britische Pfund , 107,05 (108,78) japanische Yen und 1,5385 (1,5383) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete zum Londoner Nachmittagsfixing 262,70 $ (265,75).

"Es gab heute wenig Bewegendes für den Euro", sagte Devisenhändler Patrick Laub von der Helaba in Frankfurt. Derzeit sei "kaum eine Idee" für den Devisenhandel vorhanden. Im Tagesverlauf habe der Kurs der Gemeinschaftswährung in der Bandbreite zwischen 0,9302 und 0,9386 $ geschwankt. Die deutschen Arbeitsmarktdaten für Januar, die am Vormittag veröffenlicht worden seien, hätten "nicht großartig" auf den Euro-Kurs eingewirkt.

Nachrichten aus Übersee bewegen den Kurs

"Zudem hängen wir am Tropf der Kapitalmärkte. Und solange die, salopp gesagt, nicht den Hintern hochbekommen, bewegen wir uns am Devisenmarkt ebenfalls etwas im luftleeren Raum", sagte der Experte. In dieser Woche werde der Euro-Kurs wahrscheinlich nicht aus der Spanne zwischen 0,9240 und 0,9440 $ ausbrechen können.

"Die Arbeitslosendaten für Januar aus Deutschland haben so gut wie keinen Einfluss auf den Devisenhandel gehabt", sagte auch Analyst Michael Rottmann von der HypoVereinsbank in München. Vielmehr blicke der Markt verstärkt auf die Konjunktur-Entwicklung in den Vereinigten Staaten. Nachrichten aus Übersee würden zur Zeit den Wechselkurs der Europa-Währung bewegen.

Der weitere Kurs-Verlauf des Euro hänge davon ab, ob es US-Notenbank-Chef Alan Greenspan gelinge, das Vertrauen für eine Erholung der US-Wirtschaft ab den zweiten Halbjahr 2001 aufzubauen, sagte Rottman. Sollte dies glücken, werde die Gemeinschaftswährung voraussichtlich unter Druck geraten. Anderenfalls seien Euro-Kurse zum $ von 96 bis 98 US-Cent möglich.

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