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05.02.2001

13:57 Uhr

Arbeitsmarktdaten überraschend stabil

Sorgen um US-Konjunktur stärken den Euro

Neue Unsicherheit über die Aussichten der US-Konjunktur haben dem Euro am Montag zu Gewinnen verholfen, nachdem er am Freitag wegen überraschend positiver US-Konjunkturdaten deutliche Verluste verbucht hatte. Die Möglichkeit einer harten Landung der US-Wirtschaft mache die Märkte weiterhin nervös, obwohl US-Arbeitsmarktdaten am Freitag ein überraschend stabiles Bild der Konjunktur gezeichnet hatten, sagten Händler.

Reuters FRANKFURT. Außerdem werde der $ nach wie vor durch den Kurseinbruch an der US-Technologiebörse Nasdaq vom vergangenen Freitag belastet. Einen leichten Dämpfer erhielt der Euro allerdings am Montagvormittag vom schwach ausgefallenen Reuters-Index für den Dienstleistungssektor in der Euro-Zone. Gegen 13.45 Uhr MEZ notierte die Gemeinschaftswährung bei 0,9407/10 $ nach einem vorläufigen Tageshoch von 0,9433 $ und einem US-Schlusskurs von 0,9363 $ am Freitagabend. Der Dollar kostete 115,64/70 Yen nach 115,62/70 Yen am Freitag in New York.

"Die US-Arbeitsmarktzahlen waren eine Ausnahme und spiegeln eher die Vergangenheit wider. Alle nach vorne gerichteten Indikatoren deuten auf eine Rezession in den USA hin", sagte Hans-Günter Redeker, Chef-Währungsanalyst von BNP Paribas in London. Das US-Arbeitsministerium hatte am Freitag für Januar einen überraschend starken Anstieg der Beschäftigtenzahl außerhalb der Landwirtschaft um 268 000 Stellen bekannt gegeben. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Stellenzuwachs von nur 83 000 gerechnet. Daraufhin hatte der Euro rund einen Cent nachgegeben. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich allerdings auf 4,2 % nach 4,0 % im Dezember.

Zusätzlich belaste der Rückgang des Nasdaq-Composite-Index um 4,4 % am Freitag den $. "Der Euro hat sich nach der schwachen Vorstellung des US-Aktienmarktes etwas erholt, und jetzt befinden wir uns in einer Konsolidierungsphase", sagte Peter Wuyts von KBC in Brüssel.

Der Anstieg des Euro wurde am Montag etwas von Daten zum Dienstleistungssektor für die Euro-Zone gebremst. Der Reuters-Service-Index für die Euro-Zone fiel im Januar auf 55,2 nach 56,3 Punkten im Dezember. "Die Risiken liegen im Abwärtstrend dieser Zahlen", sagte John Shepperd von Dresdner Kleinwort Wasserstein in London. Insgesamt aber seien die Daten "immer noch günstig im Vergleich zu den USA", sagte Steven Pearson von Halifax. "Es gibt keinen Grund zur Sorge, was die Wachstumsaussichten in der Euro-Zone betrifft."

Aus den USA steht in dieser Woche nur eine wichtigere Statistik zur Veröffentlichung an, die Produktivität im vierten Quartal.

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