Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.01.2003

07:56 Uhr

Arbeitsplätze in Gefahr

Wirtschaftsexperte: Einigung im Tarifstreit überhöht

Die Einigung im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes ist nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Klaus Zimmermann, überhöht. Zimmermann sagte am Freitag im ZDF-Morgenmagazin, das Abwenden eines Streikes sei zwar positiv zu bewerten, die Gesamtinteressenlage müsse es aber sein, die Haushalte in Deutschland insgesamt zu sanieren.

HB/dpa BERLIN. "Und wo kann man denn zu erst einmal sparen, wenn nicht auch bei den Personalaufwendungen. Das bedeutet jetzt, dass letztlich Personalabbau womöglich auf der Tagesordnung steht."

Die vorgesehene lange Laufzeit von 27 Monaten schaffe Planungssicherheit, sagte Zimmermann. Real gerechnet bedeute der Kompromiss für dieses Jahr deutlich über zwei Prozent effektiv und für das nächste Jahr nocheinmal knapp zwei Prozent. "Das ist deutlich ein Prozentpunkt zuviel", sagte er.

Die Tarifparteien hatten sich in der Nacht zum Freitag in Potsdam auf einen Tarifkompromiss für die drei Mill. Arbeiter und Angestellten im öffentlichen Dienst geeinigt. Danach sollen die Löhne und Gehälter der drei Mill. Beschäftigten im öffentlichen Dienst in drei Stufen steigen und Osteinkommen bis spätestens 2009 an das Westniveau angeglichen werden. Die Großen Tarifkommissionen der Gewerkschaften wollen noch am Freitag über die erzielte Einigung abstimmen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×