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31.01.2003

16:45 Uhr

Asbest-Klagen belasten

Honeywell macht zweiten Jahresverlust in Folge

Milliardenschwere Asbestklagen und die schwache Nachfrage bei Flugzeugausrüstung haben den US-Technologiekonzern Honeywell den zweiten Jahresverlust in der Firmengeschichte beschert.

HB/dpa NEW YORK. Dabei machte ein Fehlbetrag von 1,47 Milliarden Dollar im Schlussquartal die Gewinne der ersten neun Monate zunichte, hieß es am Freitag. Im Gesamtjahr 2002 machte Honeywell, führender Hersteller von Cockpit-Geräten für Flugzeuge, 220 Millionen Dollar verlust - nach bereits 99 Millionen Dollar im Vorjahr.

Abfindungen durch Entlassungen und die Beilegung von Asbestklagen kosteten Honeywell allein im vierten Quartal 1,9 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal 2001 hatte Honeywell unter dem Strich noch 118 Millionen Dollar verdient. Der Jahresumsatz schrumpfte um 5,8 Prozent auf 22,27 Milliarden Dollar, im vierten Quartal legten die Erlöse um knapp ein Prozent auf 5,86 Milliarden Dollar zu. Gegen Honeywell laufen tausende von Asbestklagen, während die Aufträge für Flugzeugteile bei steigenden Kosten stetig zurückgehen.

Asbestbezogene Klagen auf Schadenersatz und Schmerzensgelder haben seit 1982 mehr als 60 US-Unternehmen in den Konkurs getrieben, darunter W.R. Grace & Co und Owens-Corning Inc. Allein gegen die Firma North American Refractories, die von 1979 bis 1986 zu Honeywell gehörte, sind 116 000 Klagen anhängig und 50 000 im Zusammenhang mit Honeywells früherer Tochter Bendix Corp, einem Hersteller von Autoteilen.

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