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04.01.2001

13:39 Uhr

ap BERLIN. Die Normalisierung der Lage auf dem Balkan hat Deutschland die niedrigste Asylbewerberzahl seit 1987 beschert. Dies geht aus der am Donnerstag in Berlin von Bundesinnenminister Otto Schily veröffentlichten offiziellen Asylbewerberstatistik für das Jahr 2000 hervor. Danach haben im letzten Jahr 78 564 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Das waren 16 549 oder 17,4 % Bewerber weniger als 1999.

Als Hauptgrund für diese Entwicklung nannte Schily einen Rückgang der Asylbewerber aus der Bundesrepublik Jugoslawien um 20 000 auf 11 121 Personen. Damit fiel Jugoslawien erstmals seit Jahren in der Bewerber-Rangfolge auf Platz zwei hinter Irak mit 11 601 Asylbewerbern zurück. Unverändert niedrig blieb die Anerkennungsquote: Bei 105 502 Entscheidungen des Bundesamtes wurden nur 3 128 Personen oder drei Prozent der Antragsteller als asylberechtigt anerkannt.

Schily nannte den Rückgang der Asylbewerber aus Jugoslawien erfreulich. Er mache deutlich, dass das besondere Engagement der Bundesregierung für politische und gesellschaftliche Veränderungen in Jugoslawien der richtige Weg sei. Es gebe den Menschen dort Mut und Hoffnung, in ihrem Land weiterleben zu können, statt in einem fremden Land eine neue Heimat aufbauen zu müssen.

http://www.bmi.bund.de



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