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30.01.2003

10:01 Uhr

Atomenergiebehörde sieht keinen substanziellen Verstoß

El Baradei auf Konfrontationskurs zu Bush

Der Chef der internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Mohamed El Baradei, hat der Einschätzung der USA widersprochen, Irak habe substanziell gegen die Uno-Abrüstungsresolution verstoßen.

Der Chef der internationalen Atomenergiebehörde, Mohammed El Baradei. Foto: dpa

Der Chef der internationalen Atomenergiebehörde, Mohammed El Baradei. Foto: dpa

Reuters LONDON. El Baradei sagte am Donnerstag dem britischen Rundfunksender BBC, er veranschlage noch vier bis fünf Monate Zeit für Kontrollen in Irak. Die Inspekteure würden aber nicht eher von einem substanziellen Verstoß gegen die Entschließung sprechen, bis tatsächlich ein "grober Verstoß" gegen die Resolution vorliege. Allerdings sei es das Vorrecht des Sicherheitsrats, zu befinden, ob Irak substanziell gegen die Resolution verstoße. Die USA und Großbritannien sind der Ansicht, dass Irak bereits substanziell gegen die Resolution verstoßen habe, was eine Militärintervention gegen das Land rechtfertigen würde.

El Baradei und sein Kollege Hans Blix, dessen Inspektoren in Irak nach chemischen, biologischen und ballistischen Waffen fahnden, hatten Irak am Montag in einem Bericht an den Uno-Sicherheitsrat mangelnde Zusammenarbeit mit den Kontrolleuren vorgeworfen. Irak habe bislang nicht nachgewiesen, dass es seine Massenvernichtungswaffen gemäß den Auflagen der Vereinten Nationen (Uno) beseitigt habe, erklärten die Inspekteure. Unter anderem wurden Mängel an dem Waffendossier angeführt, das Irak gemäß den Auflagen der Uno vorlegen musste. Elbaradei hatte zugleich erklärt, es gebe bislang keine Beweise, dass Irak sein Atomwaffenprogramm wieder aufgelegt habe.

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