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11.02.2002

09:09 Uhr

Auch 2002 auf Wachstumskurs

Vivendi übertrifft Erwartungen

Die Vivendi Universal SA hat bereits am Montag überraschend ihre Zahlen zur Umsatzentwicklung des vergangenen Jahres veröffentlicht. Ursprünglich waren die Daten für Freitag vorgesehen. Die weltweit zweitgrößte Mediengruppe hat für das vergangene Jahr einen Umsatz von 57,36 Mrd. Euro ausgewiesen.

vwd/rtr DÜSSELDORF. Der Umsatz 2001 lag damit leicht über den durchschnittlichen Analystenprognosen von 56,246 Mrd. Euro. Im Jahr 2000 betrug der Umsatz 41,58 Mrd. Euro. Auf Pro-forma-Basis verzeichnete der Konzern Erlöse von 58,19 Mrd. Euro und verfehlte mit einem Plus von 9,7 % die eigenen Prognosen von einem zehnprozentigen Umsatzanstieg nur leicht. Wachstumsträger waren das Telekommunikations- und das Umweltgeschäft. Die Umsätze aus den beiden Bereichen stiegen im zweistelligen Prozentbereich.

Für 2002 kündigte Vivendi ein Umsatzplus von mindestens zehn Prozent an. "Die Geschäftsergebnisse für 2001 stimmen uns zuversichtlich, dass wir auch 2002 unsere Wachstumsziele erreichen können", hieß es in einer Mitteilung des Konzerns vom Montag. Die Priorität liege dabei nach der Akquisition des Mediengeschäfts der kanadischen Seagram im Jahr 2000 ganz auf internem Wachstum. Die Aktie des Konzerns eröffnete den Handel nach Veröffentlichung der Zahlen mit Kursgewinnen. Gegen 11.10 Uhr notiert das Papier bei 48,11 Euro, ein Plus von 1,31 Euro bzw 2,8 %.

Seit Januar hatte die Aktie rund 31 % verloren, da Anleger befürchteten, Vivendi könne das Ziel für 2001 nicht erreichen. In einer Mitteilung an die Mitarbeiter in der vergangenen Woche beruhigte der Verwaltungsratsvorsitzende Jean-Marie Messier jedoch, dass es "keine negativen Überraschungen hinsichtlich der Ergebnisse von 2001" geben werde. Die Zahlen sollen am 5. März veröffentlicht werden.

Die Erlöse des Telekommunikationsbereichs stiegen im vergangenen Jahr um 21 % auf knapp acht Mrd. Euro. Dabei erhöhten sich der Mobilfunkumsatz um 21 % und der Festnetzumsatz um 61 %. Der Umsatz der ausgegliederten Umweltsparte Vivendi Environnement SA, an der Vivendi 63 % hält, wies ein Plus von elf Prozent auf 29,09 Milliarden Euro auf. Rückläufig waren dagegen mit minus ein Prozent auf 6,56 Mrd. Euro die Erlöse aus dem Musikgeschäft. Dabei verzeichnete Vivendi vor allem Einbußen in Lateinamerika. In Nordamerika stagnierte der Umsatz, während er in Europa leicht um drei Prozent stieg.

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