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07.07.2000

14:25 Uhr

Auch Allianz beteiligt

Fusionsverhandlung zwischen Dresdner und Commerzbank in heißer Phase

Die Entscheidung für oder gegen eine Fusion soll spätestens bis Ende Juli fallen.

dpa/adx. Die Fusionsverhandlungen zwischen den Vorständen der Dresdner und der Commerzbank sind in eine heiße Phase geraten. Nach dpa-Informationen wollen die Spitzenmanager beider Häuser am Samstag zusammentreffen, um intensiv über die Chancen eines Zusammenschlusses zu beraten. Am Aufbau der Superbank soll auch der Versicherungskonzern Allianz beteiligt werden, berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung «Die Welt» (Samstagausgabe). Ein Commerzbank-Sprecher sagte dazu auf ADX-Anfrage: «Es gibt viele Möglichkeiten, über die von den Gesprächspartnern diskutiert wird. Dies könnte eine davon sein.» Auch die Dresdner Bank bestätigte, dies sei «eine von mehreren Optionen, über die gesprochen wird». Zu einem laut «Welt» weiteren geplanten Treffen am Wochenende sagte der Sprecher: «Das würde ich nicht dementieren»

Um das Vertrauensklima zu verbessern, wurde sogar eine Ausschließlichkeitsvereinbarung unterzeichnet, hieß es am Freitag in Frankfurt. Darin verpflichten sich beide Kreditinstitute, bis Ende Juli mit keinem dritten Partner über strategische Optionen zu sprechen. Außer den beratenden Investmentbankern sind inzwischen auch Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in die Verhandlungen einbezogen. Spätestens bis Ende Juli soll eine Entscheidung "für oder gegen die Fusion" fallen. Die Dresdner Bank wird von Goldman Sachs, die Commerzbank von Morgan Stanley beraten.

Bis zur Sitzung des Aufsichtsrats der Commerzbank am Montag seien aber noch keine entscheidungsreifen Vorlagen zu erwarten. Die Mitglieder des Kontrollgremiums würden allerdings über den Stand der Gespräche informiert. "Wir gehen davon aus, dass dies ein paar Stunden in Anspruch nimmt", war in der Commerzbank zu hören. Dass die Verhandlungen in ein entscheidendes Stadium geraten sind, zeigt sich auch bei den Arbeitnehmervertretern. "Die gehen von einer Sitzung in die andere, um die Konsequenzen für die Beschäftigten und mögliche Gegenmaßnahmen auszuloten", verlautete aus der Belegschaft.

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