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14.01.2002

14:14 Uhr

Auch Fernsehduell nicht ausgeschlossen

Schröder will sich mit Stoiber um Inhalte streiten

Im bevorstehenden Wahlkampf will sich Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) gegenüber seinem Herausforderer Edmund Stoiber (CSU) inhaltlich profilieren. "Es wird nicht nur eine Auseinandersetzung von Personen, sondern von inhaltlichen Positionen", sagte Schröder am Montag in Berlin.

dpa BERLIN. Nach der Lösung der personellen Frage müssten von der Union nun auch Inhalte nachgeliefert werden. Vor diesem Hintegrund wollte Schröder auch ein Fernsehduell mit Stoiber nicht ausschließen.

Schröder verwies darauf, dass in der Schlussphase der Regierungszeit von Helmut Kohl (CDU) die Arbeitslosenzahlen trotz günstigerer wirtschaftlicher Bedingungen höher gewesen seien als im Dezember 2001. "Die andere Seite will nun mit den Konzepten, die die Arbeitslosigkeit heraufbeschworen haben, und mit dem gleichen Personal, das schon unter Kohl tätig war, die Zukunft gestalten", kritisierte der Kanzler. Skeptisch äußerte er sich auch zu Aussagen Stoibers, die Ökosteuer abschaffen zu wollen. Diese habe schließlich zur Senkung der Rentenbeiträge geführt.

SPD-Generalsekretär Franz Müntefering kritisierte, Stoibers Pläne zur Verschlechterung des Kündigungsschutzes seien "kontraproduktiv". Seine Vorschläge zur Förderung Ostdeutschlands seien angesichts des 156,5 Mrd. Euro umfassenden Solidarpaktes nicht schwer umzusetzen.

Gleichzeitig kündigte Müntefering an, dass der Entwurf des SPD-Wahlprogramms Mitte April veröffentlicht werden soll. Am 2. Juni werde es auf einem Parteitag in Berlin beschlossen.

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