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06.06.2000

11:05 Uhr

Auch freie Tankstellen erhöhen Benzinpreise

Starke Gewinneinbußen bei Shell

Der Jahresüberschuss ging im Vergleich zum Vorjahr um 286 Mill. Mark auf 684 Mill. Mark zurück.

adx/Reuters HAMBURG. Ein "enttäuschendes Mineralölgeschäft" sieht die Deutsche Shell AG als Ursache für einen erheblichen Gewinnrückgang im vergangenen Jahr.

Bei einem Umsatz von 25,2 Mrd. DM habe der Mineralölkonzern lediglich einen Jahresüberschuss von 684 Mill. DM erwirtschaftet, knapp 286 Mill. DM weniger als im Vorjahr, sagte Vostandsvorsitzender Pieter Berkhout am Dienstag auf der Jahrespressekonferenz des Konzerns in Hamburg.

Das dennoch "alles in allem zufriedenstellende Ergebnis" sei dem erneut guten Abschneiden im Erdgasgeschäft zu danken, sagte Berkhout. Dadurch sei es möglich gewesen, Gewinneinbußen in der Chemie und Belastungen bei Aufbau des Geschäftsbereiches "Erneuerbare Energien" abzufedern. Shells so genanntes Multisektor-Konzept bewähre sich. Im ersten Quartal 2000 habe man ein insgesamt positives Ergebnis erzielt.



Freie Tankstellen erhöhen Preise

Nach einem monatelangen Preiskampf auf Deutschlands Benzinmarkt haben die traditionell günstigeren freien Tankstellen unterdessen ihre Preise über das Niveau der großen Konzerne angehoben. "Das ist ein Befreiungsschlag, unsere Leute stehen mit dem Rücken an der Wand", sagte ein Sprecher des Bundesverbandes Freier Tankstellen (bft). Die überwiegende Mehrheit der rund 1600 mittelständischen bft-Tankstellen verlange für einen Liter Normalbenzin jetzt 2,04 Mark, bis zu zehn Pfennig mehr als der Marktdurchschnitt. Aral, Esso, Shell und RWE-DEA wollten in den nächsten Tagen entscheiden, ob sie nachziehen.



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