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21.01.2003

16:01 Uhr

Auch Großbritannien setzt seinen Aufmarsch am Golf fort

USA schicken High-Tech-Truppen an den Golf

Mit dem Marschbefehl für Tausende Soldaten einer High-Tech-Division setzen die USA ihren Truppenaufmarsch am Golf massiv fort. Insgesamt 37 000 Soldaten erhielten nach Medienberichten vom Dienstag ihren Marschbefehl und warten nun täglich auf den Aufbruch in Richtung Golf.

HB/dpa WASHINGTON. Nach Informationen des Fernsehsenders NBC ordnete US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld auch die Entsendung von zwei weiteren Flugzeugträgern an.

Es ist die bisher größte Gruppe von den insgesamt 125 000 US- Soldaten, die nach Medienangaben seit Weihnachten den Einsatzbefehl für den Golf erhalten haben. Vor Weihnachten waren nach inoffiziellen Angaben bereits knapp 50 000 US-Soldaten in der Region.

Allein 12 500 der Soldaten, die jetzt den Marschbefehl erhalten haben, kommen von der 4. Infanteriedivision aus dem texanischen Stützpunkt Fort Hood. Sie sollen am Golf die "Kampfgruppe Eisernes Pferd" anführen. Die 4. Infanteriedivision ist eine High-Tech- Eliteeinheit mit M1A2-Abrams-Kampfpanzern und Apache- Angriffshubschraubern und gilt als die "modernste und tödlichste" schwere Division der Armee.

Der Fernsehsender NBC berichtete, dass auch die Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" und "USS Abraham Lincoln" in den Golf geschickt wurden. Sie würden in drei bis vier Wochen in der Region erwartet. Zwei weitere Flugzeugträger, die "USS Kitty Hawk" und die "USS Carl Vinson" sollten sich bereit halten, hieß es weiter.

Auch Großbritannien setzt seinen Aufmarsch am Golf fort. London schickt 26 000 Soldaten, um für einen möglichen Krieg gegen den Irak gerüstet zu sein. Es handele sich dabei um Bodentruppen, darunter auch die Brigade der so genannten "Wüstenratten", die in den nächsten Wochen in Kuwait stationiert werden sollen, sagte Verteidigungsminister Geoff Hoon am Montag.

Die USA hatten ihre Truppenstationierung am Golf seit Weihnachten massiv verstärkt. Nach amerikanischen Medienberichten soll der Aufmarsch bis zu einer Gesamtstärke von 250 000 Mann weitergehen. Das Pentagon macht offiziell keine genauen Angaben zur Truppenstärke. Es verweist darauf, dass es schwierig sei, genaue Zahlen zu nennen. Tausende Soldaten seien bereits vor Ort, andere unterwegs, andere hätten ihren Marschbefehl erhalten, aber seien noch nicht unterwegs, und wieder andere warteten noch auf den Marschbefehl.

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