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17.01.2003

18:19 Uhr

dpa BOGOTA. Bei einem Bombenanschlag in der kolumbianischen Großstadt Medellín sind fünf Menschen getötet und mindestens 25 weitere Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Unter den Toten befinde sich auch ein kleiner Junge, bestätigten die Behörden am Freitag. Zunächst war von vier Toten die Rede gewesen.

Nur Stunden nach der Explosion der Autobombe auf einem Parkplatz in der Nähe der örtlichen Staatsanwaltschaft nahm die Polizei einen jungen Mann fest, der die Tat gestanden habe. Es handele sich um ein Mitglied der marxistischen Rebellengruppe "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens" (Farc).

Die Farc sind mit etwa 17 000 Mitgliedern unter Waffen die größte Rebellengruppe des Landes und bekämpfen den Staat seit fast 40 Jahren. Der schnelle Fahndungserfolg sei möglich geworden, weil der Bombenleger von einer Überwachungskamera gefilmt worden war. Der Mann sei von der Polizei in einem Schönheitssalon überrascht worden, wo er sich gerade die Haare färben ließ, sagte ein Polizeisprecher.

Staatsanwalt Francisco Galvis schloss nicht aus, dass es sich um einen Racheakt der Farc handeln könne. In den vergangenen Tagen waren in der zweitgrößten Stadt des südamerikanischen Landes bei einer groß angelegten Polizeiaktion 68 mutmaßliche FARC-Rebellen gefasst worden.

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